Mattel bekommt kalte Füße und stampft KI-Babysitter wieder ein

Kinder, Bett, Baby, Puppe Bildquelle: Public Domain
Der Spielzeughersteller Mattel hat aufgrund von Protesten und kritischen Nachfragen kalte Füße bekommen und wird sein vor Monaten angekündigtes Produkt "Aristotle" doch nicht in den Handel bringen. Bei dem System handelte es sich quasi um einen Babysitter auf Basis einer Künstlichen Intelligenz.
Aristotle kann im Wesentlichen als eine Art Amazon Echo mit vorgeschalteter Kamera beschrieben werden, dessen Funktionalität auf das Behüten von Kindern spezialisiert ist. Im Standardbetrieb sollte das System als besserer Baby-Monitor arbeiten, bei dem sich beispielsweise das Kamera-Bild auf die Smartphones der Eltern schalten, wenn das Kleinkind aufwacht oder zu weinen beginnt.

Die Funktionalität ging aber auch deutlich darüber hinaus - entwickelt wurde hier mit der vermeintlich lobenswerten Idee, die Eltern etwas zu entlasten. Wenn das Kind nachts beispielsweise erwacht und zu weinen beginnt, sollte Aristotle ihm beispielsweise eine Geschichte erzählen. Die Illusion, nicht allein zu sein, genügt immerhin meist, damit das Baby wieder einschläft. Und wenn der Nachwuchs größer wird, sollten verschiedene Lernprogramme bereitstehen, um Wissen zu vermitteln.


Datenschutz ist hier nur ein Randproblem

Nach der Vorstellung des kommenden Produkts gab es aber ordentlich Gegenwind für Mattel, berichtete das US-Magazin The Verge. Die "Kampagne für eine kommerzfreie Kindheit" sammelte über 15.000 Unterschriften. Und auch verschiedene Politiker bis hin zu Senatoren richteten kritische Nachfragen an den Hersteller. Und dabei ging es keineswegs nur um das Problem der aufgenommenen Bilder und sonstigen Informationen, die dann zu einem Datenzentrum übertragen und dort ausgewertet werden.

"Mein eigentliches Problem mit der Technologie - abseits der Datenschutzfragen - ist die Idee, dass ein Stück Technik so zum ersten Ansprechpartner für ein weinendes Kind wird", erklärte Jennifer Radesky, die für den US-Verband der Kinderärzte einen Leitfaden zur Mediennutzung für Kinder unter sechs Jahren verfasst hatte. Wenn die Kommunikation mit einem solchen KI-System zu einem bestimmenden Faktor im Leben eines jungen Menschen werde, könne dies bisher noch nicht absehbare psychische Folgen haben.

Angesichts der andauernden Kritiken hat Mattel nun reagiert. Plötzlich, so geht aus einer aktuellen Stellungnahme des Unternehmens hervor, passe das Produkt nicht mehr in die neue Firmenstrategie für die Entwicklung technischer Produkte. Es soll daher nun doch nicht in den Handel gebracht werden. Kinder, Bett, Baby, Puppe Kinder, Bett, Baby, Puppe Public Domain
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