Nadella: KIs werden nicht Jobs vernichten, sondern neue ermöglichen
Microsoft-Chef Satya Nadella sieht die düsteren Prognosen hinsichtlich der Vernichtung von Arbeitsplätzen durch Künstliche Intelligenzen und Roboter als nicht gerechtfertigt an. Er ist durchaus der Ansicht, dass es auch weiterhin genügend Jobs geben wird.
Zahlreiche Experten warnten in den letzten Jahren davor, dass die neue Welle der Digitalisierung zu riesigen Umwälzungen führen wird. Denn die kommenden Technologien werden in der Lage sein, in zahlreichen Branchen die meisten Leute zu ersetzen. Und das betrifft keineswegs nur Segmente mit einem hohen Anteil produktiver Arbeit. Auch viele Dienstleistungen werden die Systeme übernehmen.
Wie Nadella ausführte, sei es durchaus wichtig, genau im Blick zu haben, wo eine entsprechende Verdrängung stattfindet oder stattfinden wird. Er zeigte sich allerdings auch zuversichtlich, dass Künstliche Intelligenzen letztlich in anderen Bereichen dafür sorgen werden, dass neue Arbeitsplätze entstehen.
Allerdings gibt es auch diverse Aspekte, die Zweifel an dieser Annahme zulassen. Denn zuvorderst ist unser Wirtschaftssystem darauf ausgelegt, immer höhere Gewinne zu erwirtschaften. Entsprechend ist gerade der soziale Bereich immer am härtesten von neuen Kürzungen und einer Industrialisierung der Arbeit betroffen. Schon heute wird beispielsweise den Beschäftigten in vielen Pflegeberufen ein Arbeitsalltag aufgedrückt, bei dem sie die ihnen anvertrauten Menschen kaum mehr anders behandeln können, als ein Produktionsarbeiter ein Werkstück am Fließband.
Woher daher der Optimismus von Menschen wie Nadella kommt, ist etwas unklar. Allerdings stünde es dem Microsoft-Chef auch schlecht zu Gesicht, vor Risiken einer KI-Zukunft zu warnen - immerhin sieht der Redmonder Konzern gerade in diesen Technologien sein wichtigstes zukünftiges Geschäftsmodell.
Wie Nadella ausführte, sei es durchaus wichtig, genau im Blick zu haben, wo eine entsprechende Verdrängung stattfindet oder stattfinden wird. Er zeigte sich allerdings auch zuversichtlich, dass Künstliche Intelligenzen letztlich in anderen Bereichen dafür sorgen werden, dass neue Arbeitsplätze entstehen.
Mehr Freiraum für Soziales?
Nadella wurde hier zwar nicht viel konkreter, er beruft sich aber im Wesentlichen auf ähnliche Aussagen, die zuvor auch schon von anderen Seiten getroffen wurden. Im Groben geht es darum, dass es keine massenhafte Vernichtung von Arbeitsplätzen, sondern eine Verschiebung zu "sinnvolleren" Tätigkeiten geben wird - meist dreht sich die Debatte dann um das riesige Feld der sozialen Berufe, bei denen man stets davon ausgeht, dass das Zwischenmenschliche der entscheidende Faktor ist.Allerdings gibt es auch diverse Aspekte, die Zweifel an dieser Annahme zulassen. Denn zuvorderst ist unser Wirtschaftssystem darauf ausgelegt, immer höhere Gewinne zu erwirtschaften. Entsprechend ist gerade der soziale Bereich immer am härtesten von neuen Kürzungen und einer Industrialisierung der Arbeit betroffen. Schon heute wird beispielsweise den Beschäftigten in vielen Pflegeberufen ein Arbeitsalltag aufgedrückt, bei dem sie die ihnen anvertrauten Menschen kaum mehr anders behandeln können, als ein Produktionsarbeiter ein Werkstück am Fließband.
Woher daher der Optimismus von Menschen wie Nadella kommt, ist etwas unklar. Allerdings stünde es dem Microsoft-Chef auch schlecht zu Gesicht, vor Risiken einer KI-Zukunft zu warnen - immerhin sieht der Redmonder Konzern gerade in diesen Technologien sein wichtigstes zukünftiges Geschäftsmodell.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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