Indien stellt sich gegen selbstfahrende Autos und will mehr Fahrer
Nach Aussagen des indischen Ministers für Highways und Transport Nitin Gadkari wird es in Indien auf absehbare Zeit keine selbstfahrenden Autos geben. Die Technik bedrohe Arbeitsplätze und in einem Land mit hoher Arbeitslosigkeit sei dies nicht akzeptabel. Mit Nachdruck betonte der Minister, dass die Regierung fahrerlose Autos nicht erlauben werde.
Gadkari will sich stattdessen für mehr professionell ausgebildete Fahrer einsetzen. Aktuell würden in Indien etwa 2,2 Millionen zusätzliche Fahrer benötigt, so der Minister. Um der hohen Nachfrage an Fahrern zu begegnen, plane die Regierung 100 zusätzliche Fahrschulen und Lehrzentren, die über das ganze Land verteilt sein sollen. Über die nächsten fünf Jahre sollen laut Gadkari so mindestens 500.000 neue Arbeitsplätze entstehen.
Patentanträge für Autonomes Fahren
Auch was so genannte Mitfahr-Apps wie Uber und Ola betrifft, ist die Regierung auf Kontrolle und Verbote aus. Nach der Vergewaltigung einer Frau durch einen Uber-Fahrer im Jahr 2014 waren Rufe nach einem allgemeinen Verbot solcher Taxi-Apps laut. Eine abschließende Entscheidung ist zwar noch nicht gefallen. Aktuell sieht es aber danach aus, dass die Dienste künftig zwar stark reguliert werden, aber dennoch weiterhin in Indien tätig sein dürfen.
Patentanträge für Autonomes Fahren
Deutliche Ablehnung
Die klare Positionierung des Ministers kommt für manche Beobachter überraschend. Ein aktuell in Indien zur Abstimmung vorliegender Gesetzentwurf der Regierung sieht "zur Förderung von Innovation, Forschung und Entwicklung" im Kraftfahrzeugbereich zumindest Tests für selbstfahrende Autos vor. Dass das sehr stark auf IT ausgerichtete Indien sich zumindest bei der Entwicklung selbstfahrender Autos beteiligen wird, ist daher durchaus möglich. Statt gesetzlichen Hürden könnte aber die mangelnde Infrastruktur den Einsatz fahrerloser Autos unmöglich machen.Verkehr zu chaotisch
Google und Uber haben Indien jedenfalls auf absehbare Zeit als Markt für selbstfahrende Autos abgeschrieben. Die Straßen seien schlichtweg zu schlecht und in den Städten der Verkehr zu chaotisch, als dass die Technologie damit funktionieren würde. Einige Entwickler haben zwar auch in Indien bereits Tests mit der Technik durchgeführt, jedoch aber nicht auf öffentlichen Straßen.Auch was so genannte Mitfahr-Apps wie Uber und Ola betrifft, ist die Regierung auf Kontrolle und Verbote aus. Nach der Vergewaltigung einer Frau durch einen Uber-Fahrer im Jahr 2014 waren Rufe nach einem allgemeinen Verbot solcher Taxi-Apps laut. Eine abschließende Entscheidung ist zwar noch nicht gefallen. Aktuell sieht es aber danach aus, dass die Dienste künftig zwar stark reguliert werden, aber dennoch weiterhin in Indien tätig sein dürfen.
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