Teilnehmer aus Burundi nutzen Roboter-Bewerb in den USA zur Flucht
Ein mysteriöses, aber auch spektakuläres Verschwinden von sechs Teenagern aus dem afrikanischen Staat Burundi sorgte am Wochenende für große Aufregung. Denn das Sextett ist seit dem letzten Tag des First Global Challenge genannten Robotik-Wettbewerbs nicht mehr aufzufinden, es dürfte sich hier um eine von langer Hand geplante Flucht handeln.
Die zwei Mädchen und vier Jungen im Alter zwischen 16 und 18 Jahren sind seit der vergangenen Woche nicht mehr aufzufinden. Laut einem Bericht der Washington Post (via derStandard) hat ihr Verschwinden zunächst zu Sorgen und später für Ärger bei den Veranstaltern geführt. Denn nachdem ihre Abwesenheit vom Campus der Trinity University in Washington D.C. entdeckt wurde, kam es zu einer Suchaktion, die allerdings erfolglos blieb.
Der Robotik-Wettbewerb wollte ein wahrhaft internationales Teilnehmerfeld in die US-Hauptstadt bringen und junge Menschen aus 157 Nationen zu einem friedlichen Wettstreit bzw. Knowhow- und Gedankenaustausch versammeln.
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Zwei der Teenager sollen bei Verwandten in Kanada gelandet sein, der Aufenthaltsort der vier anderen ist nicht bekannt, alle dürften sich aber in Sicherheit befinden. Die Veranstalter zeigten sich enttäuscht: So bedauerte First Global Challenge-Präsident Joe Sestak, dass die sechs Studenten sich entschieden haben, nicht nach Hause zu kommen.
Er hatte aber auch durchaus Verständnis für die Flüchtenden und meinte, dass ihm "die Herausforderungen in ihrer Heimat sehr klar" seien. Burundi befindet sich seit Jahren in einem blutigen Bürgerkrieg, in dem es zu häufigen Verstößen gegen Menschenrechte kommt.
Der Robotik-Wettbewerb wollte ein wahrhaft internationales Teilnehmerfeld in die US-Hauptstadt bringen und junge Menschen aus 157 Nationen zu einem friedlichen Wettstreit bzw. Knowhow- und Gedankenaustausch versammeln.
Auf YouTube ansehenGeplante Flucht
Die Teilnehmer aus Burundi dürften diese Einladung aber missbraucht haben und das wohl auch von Anfang an. Denn die Teenager haben laut Washington Post erst im vergangenen April begonnen, sich mit dem Thema Roboter zu beschäftigen. Offenbar wollte man von Anfang an nur die Gelegenheit zu einer US-Reise bekommen, um sich dorthin absetzen zu können.Zwei der Teenager sollen bei Verwandten in Kanada gelandet sein, der Aufenthaltsort der vier anderen ist nicht bekannt, alle dürften sich aber in Sicherheit befinden. Die Veranstalter zeigten sich enttäuscht: So bedauerte First Global Challenge-Präsident Joe Sestak, dass die sechs Studenten sich entschieden haben, nicht nach Hause zu kommen.
Er hatte aber auch durchaus Verständnis für die Flüchtenden und meinte, dass ihm "die Herausforderungen in ihrer Heimat sehr klar" seien. Burundi befindet sich seit Jahren in einem blutigen Bürgerkrieg, in dem es zu häufigen Verstößen gegen Menschenrechte kommt.
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Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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