Samsung baut mit Hochdruck an weltweit größter OLED-Fabrik

Samsung, Display, Bildschirm, Konzept, faltbar Bildquelle: Samsung
Die stark steigende Nachfrage nach OLED-Panels sorgt dafür, dass die Fertigungskapazitäten derzeit viel zu knapp bemessen sind. Samsung will daher mit dem Bau der weltweit größten Fertigungsanlage für Abhilfe sorgen. Und das, bevor die Chinesen sich die Aufträge an Land ziehen können. Laut einem Bericht des Branchendienstes ETNews, der sich auf Quellen in der Industrie beruft, hat die Konzernsparte Samsung Display bereits mit dem Bau der neuen A5-Fertigungslinie begonnen. Es soll sich um ein Werk der 6. Generation handeln, das auch flexible Panels fertigen kann. Die Kapazität soll direkt nach der Inbetriebnahme bei 180.000 Displays im Monat liegen und nach dem vollen Ausbau auf 270.000 steigen.

Aufgrund des harten Konkurrenzkampfes in der Branche wurde das Vorhaben bisher geheim gehalten. Einige Kunden Samsungs hätten allerdings bereits davon erfahren. Diesen teilte das Unternehmen demnach mit, dass sie demnächst besser beliefert werden können - was sie eben auch davon abhalten soll, zu konkurrierenden Anbietern auszuweichen.


Ein anderer Grund dafür, dass bisher nichts öffentlich gesagt wurde, liegt darin, dass die Investitionen so hoch sind, dass eine Zustimmung des Aufsichtsrates notwendig ist. Diese gilt zwar als Formsache, doch trifft sich das Gremium erst wieder in der nächsten Zeit. Wie viel Geld in die Anlage fließen soll, ist noch nicht bekannt. Das etwas kleinere Werk A3, in dem ebenfalls flexible OLEDs hergestellt werden, kostete 1,75 Milliarden Dollar.

Bis der neue Betrieb seine Arbeit aufnehmen kann, wird es aber noch etwas dauern. Erste Panels könnten - wenn nichts schief geht - Ende des kommenden Jahres vom Band laufen. Die volle Leistungsstärke dürfte dann frühestens irgendwann 2019 erreichbar sein. Das liegt aber weniger daran, dass die Arbeiten so lange dauern. Vielmehr ist es die Frage, wie schnell Samsung die massiven Investitionen stemmen kann. Denn selbst mit der Finanzkraft des Mutterkonzerns wäre die Anschaffung des Equipments für eine solche Fabrik nicht einfach mal so zu stemmen.
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