EU und Bundeskartellamt: Kaspersky mit Beschwerde gegen Microsoft
Der russische Antiviren-Anbieter Kaspersky befindet sich schon seit einer Weile im Clinch mit Microsoft und wirft dem Redmonder Konzern vor, dass man mit Windows 10 seine Marktposition unfair ausnützt, um Mitbewerber zu verdrängen. Kaspersky hat deshalb eine Wettbewerbsbeschwerde bei der EU-Kommission sowie dem deutschen Bundeskartellamt eingereicht.
Eugene Kaspersky wettert schon lange gegen Microsoft und Windows 10. Bereits im vergangenen November hatte der Chef des Anti-Viren-Unternehmens damit gedroht, vor die Europäische Kommission zu gehen. Kaspersky hat dann allerdings Anfang des Jahres von dieser Drohung Abstand genommen, da Microsoft Bereitschaft gezeigt habe, die beanstandeten Punkte gemeinsam mit dem Sicherheits-Software-Anbieter zu besprechen und zu lösen.
Damals meinte man aber, dass das Ganze noch ein laufender Prozess sei und man nicht sagen könne, ob er erfolgreich zum Abschluss gebracht werden könne. Nun ist klar: Der Konflikt konnte offenbar nicht gelöst werden. Denn Eugene Kaspersky hat in einem Blogbeitrag bekannt gegeben, dass man sowohl bei der EU-Kommission als auch beim Bundeskartellamt eine Wettbewerbsbeschwerde eingebracht hat.
Kaspersky meint u. a., dass Microsoft seine Software bei einem Upgrade auf Windows 10 entfernt und stattdessen den Defender aktiviert. Außerdem wirft das russische Unternehmen den Redmondern vor, dass man nicht genug Zeit bekomme, um seine Software für eine neue OS-Version anzupassen.
Microsoft hat gegenüber The Verge ausrichten lassen, dass man die Beschwerden gelassen sieht. Man ist überzeugt, dass die Sicherheitsfunktionalitäten von Windows 10 mit allen Wettbewerbsgesetzen im Einklang stehen und teilte mit, dass "es das primäre Ziel von Microsoft ist, unsere Kunden zu schützen".
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Damals meinte man aber, dass das Ganze noch ein laufender Prozess sei und man nicht sagen könne, ob er erfolgreich zum Abschluss gebracht werden könne. Nun ist klar: Der Konflikt konnte offenbar nicht gelöst werden. Denn Eugene Kaspersky hat in einem Blogbeitrag bekannt gegeben, dass man sowohl bei der EU-Kommission als auch beim Bundeskartellamt eine Wettbewerbsbeschwerde eingebracht hat.
Missbrauch der Marktposition
Der Vorwurf ist der altbekannte: Laut Kaspersky nutze Microsoft seine vorherrschende Position bei Betriebssystemen aus, um seine eigene "minderwertige" Sicherheits-Software Windows Defender aggressiv zu promoten. Das mache man auf Kosten der Lösung, die der Nutzer selbst gewählt habe, so Kaspersky weiter und das noch dazu mit "fragwürdigen Methoden".Kaspersky meint u. a., dass Microsoft seine Software bei einem Upgrade auf Windows 10 entfernt und stattdessen den Defender aktiviert. Außerdem wirft das russische Unternehmen den Redmondern vor, dass man nicht genug Zeit bekomme, um seine Software für eine neue OS-Version anzupassen.
Microsoft hat gegenüber The Verge ausrichten lassen, dass man die Beschwerden gelassen sieht. Man ist überzeugt, dass die Sicherheitsfunktionalitäten von Windows 10 mit allen Wettbewerbsgesetzen im Einklang stehen und teilte mit, dass "es das primäre Ziel von Microsoft ist, unsere Kunden zu schützen".
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