Qualcomm sichert sich Samsung Exynos-Verkaufverbot an Dritte (Update)
Die südkoreanische Kartellaufsichtsbehörde Fair Trade Commission erhebt schwere Vorwürfe gegen Qualcomm. Der US-Halbleiterhersteller soll sich in einem Knebelvertrag seit 1993 zusichern lassen haben, dass der Mitbewerber Samsung seine Exynos-Chips nicht an Dritte verkauft.
Demnach hätte Qualcomm den Lieferungen von Snapdragon-Prozessoren an Samsung nur zugestimmt, solange die Koreaner ihre Exynos-Chips nur selbst nutzen und diese nicht an dritte Parteien weiterverkaufen. Damit habe sich Qualcomm laut der Kartellbehörde seit über 20 Jahren einen unlauteren Vorteil verschafft. Die Fair Trade Commission hat jetzt entsprechende Untersuchungen eingeleitet. Qualcomm war auch durch andere Geschäfte bereits in den Verruf geraten, ihre Marktmacht bei den Kunden durch Knebelverträge aufgebaut zu haben und ihre Allmacht auszunutzen.
Samsungs Teaser für den Exynos 9
Die Aufsichtsbehörde ermittelt nun erneut gegen Qualcomm. Ende vergangenen Jahres hatte die Kommission bereits eine Strafe in Höhe von umgerechnet über 800 Millionen Euro für die Modem-Geschäfte der Amerikaner verhängt.
Update vom 28.3.: Qualcomm hat uns eine kurze Stellungnahme zu den Vorwürfen zukommen lassen, in der die Anschuldigungen aufgegriffen und abgewiesen werden: "Qualcomm has never stood in the way of Samsung selling chips to third parties, and nothing in our agreements has ever prevented Samsung from doing so. Any statement to the contrary is false." - "Qualcomm stand Samsung niemals im Wege, Chips an Dritte zu verkaufen, und nichts in unseren Vereinbarungen hat Samsung daran gehindert, dies zu tun. Jede gegenteilige Aussage ist falsch."
Siehe auch: Exynos 9 Series 8895: Samsung stellt seinen neuen Top-Chipsatz vor
Samsungs Teaser für den Exynos 9
Konkurrenz verhindert
Qualcomm verhinderte laut einem Bericht der The Korea Economic Daily mit vertraglichen Regelungen in den Lizenzabkommen, dass Samsung Electronics als der größte Kunde der Snapdragon-Chip-Sets, seine eigene Exynos-Entwicklung verkaufte. Die Selbstnutzung konnte nicht unterbunden werden, sehr wohl aber das Samsung potentielle Snapdragon-Kunden mit dem Konkurrenz-Angebot an sich riss.Historische Knebelverträge
Die Knebelverträge "Ich-verkaufe-dir-nur-wenn-du-nicht-an-andere-verkaufst" soll Qualcomm schon 1993 erstmals mit Samsung abgeschlossen haben. Damals ging es noch um Modems. Seither befindet sich in jedem Vertrag eine entsprechende Klausel, sodass es dem Elektronikkonzern Samsung schwer gemacht wurde, echte Konkurrenz-Produkte auf den Markt zu bringen.Die Aufsichtsbehörde ermittelt nun erneut gegen Qualcomm. Ende vergangenen Jahres hatte die Kommission bereits eine Strafe in Höhe von umgerechnet über 800 Millionen Euro für die Modem-Geschäfte der Amerikaner verhängt.
Update vom 28.3.: Qualcomm hat uns eine kurze Stellungnahme zu den Vorwürfen zukommen lassen, in der die Anschuldigungen aufgegriffen und abgewiesen werden: "Qualcomm has never stood in the way of Samsung selling chips to third parties, and nothing in our agreements has ever prevented Samsung from doing so. Any statement to the contrary is false." - "Qualcomm stand Samsung niemals im Wege, Chips an Dritte zu verkaufen, und nichts in unseren Vereinbarungen hat Samsung daran gehindert, dies zu tun. Jede gegenteilige Aussage ist falsch."
Siehe auch: Exynos 9 Series 8895: Samsung stellt seinen neuen Top-Chipsatz vor
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