Oberster US-Gerichtshof verhandelt über zerkratzte Xbox 360-Spiele

Xbox 360, Xbox Live, XBL10, Xbox 360 Special Edition Bildquelle: Microsoft
Der Oberste Gerichtshof der USA hat mit den erneuten Anhörungen im Falle von zerkratzen Xbox 360-Spielen begonnen. Der Streit beschäftigt die Gerichte schon seit 2006. Fast 14 Monate ist es nun her, dass das Gericht sich entschlossen hatte, sich den Fall noch einmal vorzunehmen.
Microsoft hatte den Obersten Gerichtshof Ende 2015 kontaktiert, um eine Lösung mit dem immer noch anhaltenden Ärger um zerkratzte Spiele der Xbox 360 zu finden. Dabei war es fraglich, ob der Oberste Gerichtshof überhaupt zuständig war und die Klage annimmt. Schon vor über einem Jahr gab es entsprechende erste Termine zur Sichtung des Materials. Hintergrund war, dass einige Betroffene zunächst in eigenständigen Klagen versucht hatten, gegen Microsoft zu klagen um Schadensersatz zu erhalten. Eine Sammelklage wäre aber der einzig gangbare Weg gewesen, denn die Gerichte hatten die Einzelklagen abgelehnt - mit der Begründung, dass der entstandene Schaden weit hinter den zu erwartenden Gerichtskosten lag.

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Dann hatte aber ein Gericht in Seattle 2015 ein Urteil aufgehoben, das Microsoft aus weiteren Entschädigungspflichten herausgenommen hatte. Der Weg für neue Klagen war damit wieder offen. Für den Hersteller der Xbox war da schon klar, dass man eine endgültige, höchstrichterliche Entscheidung benötigte, damit die Klagen nicht in alle Ewigkeit weitergehen.

Prüfung gestartet

Für Microsoft könnte es laut dem Bericht des Magazins GeekWire nun aber ganz anders laufen, als sich das Unternehmen es ausgemalt hatte. Denn das Gericht prüft nun auch die Zulässigkeit einer Einzelklage gegenüber einer Sammelklage.

Problematisch dürfte dabei für den Konsolen-Hersteller sein, dass weder Ursache noch Wirkung in Frage stehen. Microsoft wusste offenbar schon vor der Markteinführung der Xbox 360, dass es Probleme mit der Beschädigung von Spielemedien durch das DVD-Laufwerk der Konsole geben könnte. Man hatte das billigend in Kauf genommen, hieß es in einer Reihe von Dokumenten, die der Konzern intern zum Problem verfasst hatte. Demnach kannte der zuständige Manager Hiroo Umeno die Probleme, die durch sich im Laufwerk verschiebende Discs auftraten und wies sein Team an abzuwarten.

Einzelfälle?

Microsoft hatte später nachgebessert und öffentlich beteuert, es habe sich um Einzelfälle durch bestimmte Laufwerk-Chargen gehandelt und Ersatz geleistet. Nun versuchen sich die Richter erneut einen Überblick über alle wichtigen Eckpunkte zu verschaffen. Wann mit einem Urteil gerechnet werden kann ist derzeit noch ungewiss.

Siehe auch: Xbox 360-Besitzern könnte doch eine Entschädigung zustehen


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