Welche Cloud ist die zuverlässigste? Microsoft widerspricht Google
Vergangene Woche hat es einen spektakulären Ausfall der Amazon Web Services gegeben, diese machten den Servern von Microsoft Probleme und für kurze Zeit konnten sich Nutzer nicht bei diversen Diensten des Redmonder Unternehmens anmelden. Google hat das aufgegriffen und behauptet, dass man selbst die zuverlässigste Cloud-Struktur habe. Stimmt nicht, kontert Microsoft.
Auf der Google-Konferenz Next '17, auf der Cloud-Themen im Mittelpunkt stehen, hat Diane Greene eine Behauptung aufgestellt, an der man in Redmond große Zweifel hat: Denn die für das Cloud-Geschäft bei Google hauptverantwortliche Managerin sagte, dass der Suchmaschinenkonzern aus dem kalifornischen Mountain View in Sachen Verfügbarkeit des Dienstes den Spitzenplatz belege.
Greene zitierte dabei eine zunächst nicht näher genannte Studie, etwas später teilte das Unternehmen mit, dass man sich auf neue Zahlen der Gartner-Tochter CloudHarmony beziehe. Dort stellte man fest, dass Google im Jahr 2016 auf 74 Minuten "verlorener Zeit" (also Ausfälle) gekommen ist. Im Vergleich dazu hätten Microsoft Azure 270 Minuten und Amazon Web Services 108 Minuten an Downtime verzeichnen müssen.
Dementsprechend verweisen die Redmonder in einem Statement darauf, dass Microsoft "weltweit 34 Azure-Regionen online anbietet, mehr als jeder andere Anbieter". Im Gegensatz dazu hat Google Cloud nur sechs und Amazon Web Services 16 Regionen.
Zwar definiert jedes Unternehmen eine Region etwas anders, laut The Information habe Microsoft zuletzt tatsächlich sein Angebot stark ausgeweitet und zahlreiche neue Datencenter eröffnet. Das habe auch das Potenzial für Ausfälle erhöht, da es bei solchen Neueröffnungen zumeist auch zu Kinderkrankheiten kommt, die behoben werden müssen, was auch meist schnell passiere. Auch Jason Read von Gartner gab zu, dass die Methode des Vergleichs von Gesamtauszeiten keine optimale sei und ein Einbeziehen der Regionen "angemessener" wäre.
Greene zitierte dabei eine zunächst nicht näher genannte Studie, etwas später teilte das Unternehmen mit, dass man sich auf neue Zahlen der Gartner-Tochter CloudHarmony beziehe. Dort stellte man fest, dass Google im Jahr 2016 auf 74 Minuten "verlorener Zeit" (also Ausfälle) gekommen ist. Im Vergleich dazu hätten Microsoft Azure 270 Minuten und Amazon Web Services 108 Minuten an Downtime verzeichnen müssen.
Regionen spielen eine Rolle
Microsoft widerspricht diesen Zahlen in einer Reaktion zwar nicht, führt aber an, dass diese nicht die ganze Wahrheit erzählten. Denn laut GeekWire verwies das Redmonder Unternehmen darauf, dass die Anzahl der Regionen, in denen man tätig ist, eine wesentliche Rolle in der Rechnung spiele.Dementsprechend verweisen die Redmonder in einem Statement darauf, dass Microsoft "weltweit 34 Azure-Regionen online anbietet, mehr als jeder andere Anbieter". Im Gegensatz dazu hat Google Cloud nur sechs und Amazon Web Services 16 Regionen.
Zwar definiert jedes Unternehmen eine Region etwas anders, laut The Information habe Microsoft zuletzt tatsächlich sein Angebot stark ausgeweitet und zahlreiche neue Datencenter eröffnet. Das habe auch das Potenzial für Ausfälle erhöht, da es bei solchen Neueröffnungen zumeist auch zu Kinderkrankheiten kommt, die behoben werden müssen, was auch meist schnell passiere. Auch Jason Read von Gartner gab zu, dass die Methode des Vergleichs von Gesamtauszeiten keine optimale sei und ein Einbeziehen der Regionen "angemessener" wäre.
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