NSA-Mitarbeiter hortet 50 TB Daten - darunter hochgeheime Tools

Hacker, Tastatur, Maus Bildquelle: Davide Restivo / Flickr
Trotz der verschärften Sicherheits-Vorkehrungen innerhalb des US-Geheimdienstes NSA hat ein Mitarbeiter riesige Datenmengen einfach mit nach Hause nehmen können. Das fiel erst im letzten Jahr auf - und nun bereitet die Staatsanwaltschaft eine Anklage vor.
Der fragliche Mitarbeiter war im vergangenen Sommer festgenommen worden und saß seitdem in Untersuchungshaft. Seit seinem Ausscheiden aus der US Navy im Jahr 1992 hatte dieser für eine ganze Reihe von US-Bundesbehörden gearbeitet, berichtete die US-Tageszeitung Washington Post. Von 2012 bis 2015 war er dabei für den NSA-Partner Booz Allen Hamilton tätig, bei dem auch Snowden offiziell angestellt war.

In seiner Laufbahn hat der Mann zu Hause zahlreiche Daten gesammelt, die er aus den jeweiligen Behördennetzen kopiert hat. Insgesamt soll es um rund 50 Terabyte gehen - in vielen Fällen Material mit verschiedenen Geheimhaltungs-Einstufungen und auch hochbrisante Software aus der NSA-Abteilung Tailored Access Operations (TAO), die Malware für Attacken auf ausländische IT-Infrastrukturen herstellt. Laut den Quellen der Zeitung sollen rund 75 Prozent der von der TAO entwickelten Hacking-Tools auf den privaten Datenspeichern des Beschuldigten vorgefunden worden sein.

Rätsel um die Motive

Über die Hintergründe gibt es aktuell recht unterschiedliche Auffassungen - und es wird wohl die schwierige Aufgabe des Gerichtes sein, herauszuarbeiten, was den Mitarbeiter letztlich angetrieben hat. Die Klageschrift soll auf Basis der Gesetzgebung zur Spionage-Abwehr geschrieben werden. Hier gibt es den Vorwurf, dass geheime Informationen den Feinden des Staates zugänglich gemacht und die nationale Sicherheit unterminiert wurden.

Seitens der Verteidigung wird hingegen ein anderes Bild von dem Beschuldigten gezeichnet. Bei diesem habe es sich vielmehr um einen bemühten Mitarbeiter gehandelt, der die Daten - zugegebenermaßen unerlaubt - mit nach Hause genommen habe, um sich in der Freizeit weiterzubilden. Es sei lediglich einer gewissen Messi-Haltung geschuldet, dass die Informationen nicht irgendwann gelöscht wurden, sondern sich über die Zeit in dieser Menge angehäuft hatten. Setzt sich die Staatsanwaltschaft durch, drohen nun bis zu 30 Jahre Haft - glaubt das Gericht eher an Fahrlässigkeit und Leichtsinn eines ansonsten guten Beamten, käme dieser wohl wesentlich glimpflicher davon.

Vieles könnte auch davon abhängen, inwieweit sich der Verdacht erhärtet, dass die Datensammlung des Beschuldigten - vielleicht auch ohne dessen Wissen - zur Quelle der Hackergruppe Shadow Brokers wurde. Diese ging im letzten Jahr mit der Ansage an die Öffentlichkeit, diverse Hacking-Tools der NSA erbeutet zu haben. Woher diese genau stammen, ist bisher noch völlig ungeklärt. Hacker, Tastatur, Maus Hacker, Tastatur, Maus Davide Restivo / Flickr
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