Google greift Microsofts wichtigstes eigenes Zukunftsgeschäft an
Der Suchmaschinenkonzern Google setzt den Hebel im Konkurrenzkampf jetzt da an, wo Microsoft seine wichtigste Einnahmequelle für die Zukunft sieht. Das Unternehmen startet verschiedene neue Services, mit denen man den Redmondern lukrative Azure-Geschäfte vor der Nase wegschnappen will.
Wie Google jetzt bekannt gab, bietet man ab sofort eigene Instanzen des Microsoft SQL Server Enterprise sowie des Windows Server Core auf der Google Compute Engine an. Dies ist mit verschiedenen Features für Hochverfügbarkeit, Datenwiederherstellung und Fernwartung verbunden, die für große Business-Kunden von Bedeutung sind.
Die Zielsetzung Googles ist dabei klar: Es geht schlicht nicht darum, die eigenen Dienste im Cloud-Segment um einige nützliche Offerten zu ergänzen. Man wolle eine Cloud-Umgebung für Enterprise-Windows schaffen, die eine branchenweit führende Rolle spielen kann, erklärte Amruta Gulanikar, Produktmanager des Cloud-Geschäfts bei Google.
Google ist derzeit mit einigem Abstand der drittgrößte Anbieter im schnell wachsenden Cloud-Business. Amazon und Microsoft haben hier klar die Nase vorn. Um das zu ändern hatte man sich Ende 2015 unter anderem Diane Greene ins Boot geholt. Die Mitbegründerin und Ex-Chefin des VM-Spezialisten VMware soll aus dem Top-Management heraus die Gewinnung großer Business-Kunden für das Cloud-Geschäft voranbringen. Die neuen Dienste dürften ein Ergebnis dessen sein.
Für Microsoft bedeuten die neuen Google-Angebote natürlich höhere Einnahmen bei den Lizenzkosten für die Server-Produkte, die der Konkurrent in seinen Datenzentren verwendet. Allerdings sind diese wesentlich weniger lukrativ als die eigene Vermarktung von Cloud-Diensten an große Business-Kunden.
Im letzten Jahr ließ die Cloud bereits rund 14 Milliarden Dollar in Microsofts Kassen fließen, und es sollen noch wesentlich mehr werden. Immerhin steht insbesondere die Verlagerung kompletter Firmendatenbanken von firmeneigenen IT-Infrastrukturen in die großen Cloud-Datenzentren noch ganz am Anfang.
Die Zielsetzung Googles ist dabei klar: Es geht schlicht nicht darum, die eigenen Dienste im Cloud-Segment um einige nützliche Offerten zu ergänzen. Man wolle eine Cloud-Umgebung für Enterprise-Windows schaffen, die eine branchenweit führende Rolle spielen kann, erklärte Amruta Gulanikar, Produktmanager des Cloud-Geschäfts bei Google.
Google ist derzeit mit einigem Abstand der drittgrößte Anbieter im schnell wachsenden Cloud-Business. Amazon und Microsoft haben hier klar die Nase vorn. Um das zu ändern hatte man sich Ende 2015 unter anderem Diane Greene ins Boot geholt. Die Mitbegründerin und Ex-Chefin des VM-Spezialisten VMware soll aus dem Top-Management heraus die Gewinnung großer Business-Kunden für das Cloud-Geschäft voranbringen. Die neuen Dienste dürften ein Ergebnis dessen sein.
Kombi mit Googles Spezialtechnologien
Um gegen Microsoft erfolgreich zu sein, reicht es natürlich nicht, selbst auch Windows-basierte Services anzubieten. Reißen soll es vielmehr eine Koppelung mit Werkzeugen, in deren Entwicklung Google sehr erfolgreich ist. Das betrifft vor allem KI-Technologien zur Analyse großer Datenmengen, aber auch die Sicherheit und den Datenschutz sowie die Tools zur Entwicklung vernetzter Anwendungen.Für Microsoft bedeuten die neuen Google-Angebote natürlich höhere Einnahmen bei den Lizenzkosten für die Server-Produkte, die der Konkurrent in seinen Datenzentren verwendet. Allerdings sind diese wesentlich weniger lukrativ als die eigene Vermarktung von Cloud-Diensten an große Business-Kunden.
Im letzten Jahr ließ die Cloud bereits rund 14 Milliarden Dollar in Microsofts Kassen fließen, und es sollen noch wesentlich mehr werden. Immerhin steht insbesondere die Verlagerung kompletter Firmendatenbanken von firmeneigenen IT-Infrastrukturen in die großen Cloud-Datenzentren noch ganz am Anfang.
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Christian Kahle
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