Oracle schickt Partnern jetzt satte Rechnungen für Java SE Lizenzen
Rund sechs Jahre nach der Übernahme von Sun Microsystems soll der Software-Konzern Oracle nun damit beginnen, Kunden und Partnern unangekündigt Rechnungen für Java-Lizenzen zu schicken. Einem Medien-Bericht zufolge häufen sich entsprechende Beschwerden von Unternehmen.
The Register berichtet über Oracles neusten Versuch, das Thema Java-Lizenzen anzugehen. So hat Oracle angeblich einem Kunden aus dem Bereich Handel einen Deal angeboten, um die "Lizenzverletzungen", die das Unternehmen ohne einen entsprechenden Vertrag mit Oracle bei der Java-Nutzung eingehe, schnell zu beenden. Demnach sollte der Kunde mit etwa 80.000 PC-Arbeitsplätzen zunächst über 100.000 US-Dollar zahlen, später gab es dann ein Angebot über 30.000 US-Dollar. Nach seriösen Lizenzvereinbarungen klingt das zunächst einmal nicht.
Die Java-SE API-Sammlung ist zwar grundlegend Open Source, aber nur in Teilen kostenlos nutzbar. "Kommerzielle Features", wie zum Beispiel in der beliebten Java Advanced Management Console oder Java Mission Control müssen lizensiert werden. Die Preise starten dabei bei wenigen US-Dollar und steigen auf bis zu 15.000 US-Dollar pro Prozessor-Serie.
Oracle hatte in diesem Jahr einen langwierigen Rechtsstreit mit Google verloren. Dabei ging es um den Einsatz von Java im Android-Betriebssystem. Oracle hatte von Google insgesamt neun Milliarden US-Dollar an Lizenz- und Strafgebühren für die "Urheberrechtsverletzung in Android" gefordert.
Mehr dazu: Google gewinnt den Java-Streit mit Oracle auf ganzer Linie
Download Java Runtime Environment (JRE) - Laufzeitumgebung
Die Java-SE API-Sammlung ist zwar grundlegend Open Source, aber nur in Teilen kostenlos nutzbar. "Kommerzielle Features", wie zum Beispiel in der beliebten Java Advanced Management Console oder Java Mission Control müssen lizensiert werden. Die Preise starten dabei bei wenigen US-Dollar und steigen auf bis zu 15.000 US-Dollar pro Prozessor-Serie.
2017 wird es Klagen hageln
Das nicht näher genannte Unternehmen soll laut The Register nicht allein sein bei den Forderungen und fühlt sich ungerecht behandelt. Zunächst glaubte man noch nicht einmal an die Echtheit der Lizenzforderung. Die Journalisten haben dazu Craig Guarente, einem Spezialisten für Oracle-Lizenzen im Firmeneinsatz befragt. Laut Guarente habe Oracle zwar lange Zeit nur zugeschaut, doch nun sei das allem Anschein nach vorbei. Er geht davon aus, dass ab 2017 die Nutzung von Java genauer geprüft wird und daraus zahlreiche Klagen resultieren könnten.Oracle hatte in diesem Jahr einen langwierigen Rechtsstreit mit Google verloren. Dabei ging es um den Einsatz von Java im Android-Betriebssystem. Oracle hatte von Google insgesamt neun Milliarden US-Dollar an Lizenz- und Strafgebühren für die "Urheberrechtsverletzung in Android" gefordert.
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