G2A: Berühmt-berüchtigter Key-Reseller blamiert sich bei AMA-Session

Der PC-Spiele-Key-Verkäufer G2A ist zwar erfolgreich, sorgt aber immer wieder für heftige Kontroversen. Die Plattform selbst verkauft keine Lizenzschlüssel, man bietet aber Dritten die Möglichkeit, das zu tun. Dabei kommt es immer wieder zu Betrugsfällen, auch der Ursprung des Keys wird immer wieder in Zweifel gestellt.
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G2A
Deshalb wollten die Macher ihren Ruf bei einer AMA-Session ("Ask Me Anything") auf Reddit wieder geradebiegen und sich den Fragen und Bedenken von Nutzern stellen. Doch wie Kotaku berichtet, ging das gründlich schief und das ist eine noch freundliche Formulierung.

Denn G2A wurde mit kritischen Fragen und Vorwürfen regelrecht bombardiert. So wollten die Nutzer wissen, ob man bei G2A wisse, wie sehr man der Gaming-Industrie schade und warum man dort, wenn die verkauften Keys - wie immer behauptet - aus rechtmäßigen Quellen stammten, nicht endlich einen kostenlosen Käuferschutz anbietet.

Jeder Antwortversuch von G2A wurde so weit nach unten gevotet, dass man den Nutzern mitteilen musste, die Sortierung umzukehren, um diese sehen zu können. Die Beteuerungen waren indes stets dieselben: Man habe einen strengen Verifizierungsprozess, alle Keys stammten von den Entwicklern und sind entsprechend auch bezahlt.

Kreditkartenbetrug

Dass diese bezahlt sind, ist aber vielfach nicht das Problem, es geht um das Wie: Denn oftmals wird hier mit gestohlenen Kreditkarten "gearbeitet" und die Spieleanbieter werden im Nachhinein durch Rückbuchungen belastet. Laut G2A nehme man solche Vorfälle besonders ernst, mehr als 100 Leute seien für den Schutz des Marktplatzes zuständig. Dazu könne man zwar keine Details nennen, da man den Missetätern nicht verraten will, wie man arbeitet, G2A versicherte aber, dass man das Menschenmögliche tut, um solchen Betrug zu verhindern.

Kontosperre als Reaktion

Allerdings glaubten nicht alle Nutzer diesen Beteuerungen: Ein Redditor verwies etwa auf den Umstand, dass es einfach sei, die Key-Verifizierungsmethoden von G2A auszuhebeln bzw. auszutricksen und demonstrierte das auch.

Die Reaktion des Key-Marktplatzes war in weiterer Folge wenig souverän: Man blockierte die virtuelle Geldbörse des Nutzers bei G2A, was laut dem Betroffenen auch bedeutet, dass keine Auszahlungen mehr möglich sind: "Sie haben damit im Wesentlichen mein Geld gestohlen."

Als Fazit stellt Kotaku fest, dass die Antworten von G2A auf die Kritik alles andere als überzeugend waren und empfiehlt, die Plattform im Zweifelsfall zu meiden.
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