Jetzt will Frankreich plötzlich 400 Mio. Euro Steuern von Apple
Der Computerkonzern Apple hat mit der nächsten Steuerbehörde Stress. Jetzt will auch die französische Finanzverwaltung eine saftige Nachzahlung haben. Von 400 Millionen Euro ist hier in einem Bericht der französischen Zeitung L'Express die Rede.
Der Betrag soll das Ergebnis einer Steuerprüfung für die Jahre 2011 bis 2013 sein. In diesen hatte Apple wohl - wie üblich - Erträge aus den Verkäufen in der EU über seine zentrale Niederlassung in Irland abgerechnet, wo man ziemlich günstige Steuervereinbarungen hat. Nach Ansicht der französischen Steuerbehörden hätten die Verkäufe über einige Vertriebswege aber durchaus in Frankreich versteuert werden müssen.
Etwas ungewöhnlich an der ganzen Sache ist, dass Apple von der Untersuchung nichts erfahren haben soll. Das Management habe aus Presseberichten von der Angelegenheit erfahren. Im Normalfall werden Unternehmen eigentlich darüber informiert, wenn entsprechende Prüfungen laufen - und eigentlich auch einbezogen.
Und es könnte durchaus noch dicker kommen. Denn für die Jahre 2013 bis 2015 soll die entsprechende Prüfung jetzt erst noch durchgeführt werden - und hier ist dann natürlich mit ähnlichen Ergebnissen zu rechnen. Es ist davon auszugehen, dass die ganze Sache letztlich vor Gericht landen wird. Denn Apple bestreitet natürlich, illegal am Fiskus vorbeigearbeitet zu haben.
Konzernchef Tim Cook ging kürzlich sogar noch weiter. In einem Interview erklärte er, vieles in der aktuellen Auseinandersetzung und auch der Berichterstattung sei politisch motivierter Unsinn. Das Unternehmen habe demnach - natürlich - den günstigsten Weg der Versteuerung gewählt, den die Gesetzgebung zu bieten hat. Cook sieht es daher überhaupt nicht ein, wenn nun der Eindruck erweckt wird, Apple würde quasi auf krumme Machenschaften bauen, um den Staat um sein Geld zu bringen.
Etwas ungewöhnlich an der ganzen Sache ist, dass Apple von der Untersuchung nichts erfahren haben soll. Das Management habe aus Presseberichten von der Angelegenheit erfahren. Im Normalfall werden Unternehmen eigentlich darüber informiert, wenn entsprechende Prüfungen laufen - und eigentlich auch einbezogen.
Weitere Forderungen absehbar
Und es könnte durchaus noch dicker kommen. Denn für die Jahre 2013 bis 2015 soll die entsprechende Prüfung jetzt erst noch durchgeführt werden - und hier ist dann natürlich mit ähnlichen Ergebnissen zu rechnen. Es ist davon auszugehen, dass die ganze Sache letztlich vor Gericht landen wird. Denn Apple bestreitet natürlich, illegal am Fiskus vorbeigearbeitet zu haben.
Konzernchef Tim Cook ging kürzlich sogar noch weiter. In einem Interview erklärte er, vieles in der aktuellen Auseinandersetzung und auch der Berichterstattung sei politisch motivierter Unsinn. Das Unternehmen habe demnach - natürlich - den günstigsten Weg der Versteuerung gewählt, den die Gesetzgebung zu bieten hat. Cook sieht es daher überhaupt nicht ein, wenn nun der Eindruck erweckt wird, Apple würde quasi auf krumme Machenschaften bauen, um den Staat um sein Geld zu bringen.
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Christian Kahle
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