Jetzt will Frankreich plötzlich 400 Mio. Euro Steuern von Apple

Der Computerkonzern Apple hat mit der nächsten Steuerbehörde Stress. Jetzt will auch die französische Finanzverwaltung eine saftige Nachzahlung haben. Von 400 Millionen Euro ist hier in einem Bericht der französischen Zeitung L'Express die Rede. mehr... Apple, Tokio, applestore Bildquelle: d. FUKA / Flickr Apple, Tokio, applestore Apple, Tokio, applestore d. FUKA / Flickr

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Schon witzig wie hinter verschlossenen Türen über Freihandelsabkommen verhandelt wird, während öffentlich ein regelrechter Wirtschaftskrieg ausgetragen wird (Irland, Frankreich, VW...).
 
@FuzzyLogic: Dieser Wirtschaftskrieg zeigt doch, das die EU Nutzlos ist...EU Land gegen EU Land...

Aber finde ich vollkommen ok. Man soll Steuern dort Zahlen wo der Umsatz gemacht wird. Das sollte auch für die Top 10 wie Apple/MS/Google/Samsung usw. gelten.
 
@Edelasos: Warum ist die EU nutzlos, wegen dem Steuerthema?
Kleines Beispiel anhand dem Maschinenbau: Es gibt verschiedene EU-Richtlinien, die festlegen das ein Produkt sicher sein muss und was dafür getan werden muss.
Jeder Hersteller erklärt dies anhand einem Dokument und auf dieser Basis kann er das Produkt in alle Länder des EWG-Wirtschaftsraumes liefern, ohne noch einmal Vorschriften der jeweiligen Länder zu beachten.
Früher musste man noch länderspezifische Vorschriften, so dass für jedes Land evtl. Anpassungen vorgenommen wurden. Das gibt es nicht mehr.
Diese EU-Richtlinien nehmen inzwischen viele Länder ausserhalb des EWR´s als Vorlage ihrer eigenen Vorschriften. Man beachte hierbei, dass die EU-Vorschriften benommen werden und nicht irgendwelche Vorschriften aus der USA.
 
@Edelasos: Dem Grunde nach ist es ja gut und richtig, in dem Land steuern zu bezahlen, in dem der Umsatz gemacht wurde. Es ist aber total unpraktikabel, gerade kleine Firmen haben es damit ungemein schwer. Da reicht es ja schon aus ein Produkt nach Österreich zu verschicken und schon muss man wegen einem Teil auch noch deren Fiskus befriedigen - dann verschicke ich lieber das Teil nicht ins Ausland oder ignoriere die Landesgrenze und nehme die deutsche Umsatzsteuer und zahle an den deutschen Fiskus.
 
@otzepo: Kleine Firmen die Exportieren...Die anderen nicht.

Es geht hier nicht darum das es Firmen einfach haben. Es geht darum das Sie Ihre Verpflichtungen wahrnehmen.

Wenn wir Schweizer für X Millionen Starbucks trinken und Apple Produkte kaufen, kann es nicht sein, dass dann die Irren davon Profitieren. Das nenn ich: Das Volk verarschen.
 
@Edelasos: Dafür sollte man das ganze Steuersystem überdenken. Denn Firmen wie VW, BMW und Mercedes zahlen ja auch keine Steuern. Der Endkunde zahlt Mehrwertsteuer und die Angestellten die Steuern auf ihr Gehalt, die Konzerne selbst werden von der Steuer befreit (oder befreien sich durch Schlupflöcher von der Gewinnsteuer). Bislang waren die Staaten mit dem Konzept zufrieden und haben nichts daran geändert, damit die Firmen den Standort erhalten. Durch die Globalisierung und "Schurkenstaaten" wie Schweiz, Luxemburg, Jungferninseln, Irland etc. funktioniert das Konzept aber nicht mehr. Da ist dann ein fiktiver Standort in einer Steueroase (Management sitzt dort, Hauptsitz dort und schon sind die auch am amerikanischen Fiskus vorbei, der ja ein anderes Konzept hat als wir hier im EWR) und selbst die Umsatzsteuer bleibt nicht in dem Land in dem sie fällig wär. Das ist sogar doppelt schlecht für die Gesellschaft, da nicht nur weniger Geld in die Staatskasse kommt, sondern auch noch Devisen außer Land geschafft werden,
 
@Edelasos: Deswegen muss man sie doch nicht gleich als Verrückte betiteln. :(
 
Komisch, wenn es darum geht, die aktuellen Gewinne zu verkünden, ist Apple der erste der stolz die Ergebnisse der ganzen Welt mitteilt, wenns darum geht, die fälligen Steuern zu bezahlen, will man von nix gewusst haben..was soll man davon bloß halten?
 
@Homie75: Du findest es also nicht merkwürdig, dass Apple offensichtlich keine eigenen Steuerberater in Frankreich beschäftigt deren Job es wäre sicherzustellen, dass alle fälligen Steuern auch bezahlt werden?

Die französische Finanzverwaltung riecht Geld und deswegen wird solange gegraben und Regeln verbogen bis sie etwas finden. Davor ist kein Unternehmen in keinem Land sicher. Auch nicht der kleine Handwerker von nebenan.
 
@Homie75: "Komisch, wenn es darum geht, die aktuellen Gewinne zu verkünden, ist Apple der erste der stolz die Ergebnisse der ganzen Welt mitteilt,"

Dass Apple zur Veröffentlichung der Geschäftszahlen verpflichtet ist und dein Kommentar deswegen recht sinnfrei ist, scheint Dir offenbar nicht so ganz klar zu sein, oder? ;)

"[...] wenns darum geht, die fälligen Steuern zu bezahlen, will man von nix gewusst haben..[...]"

In wiefern diese hier genannte Steuerforderung wirklich fällig ist, ist doch noch gar nicht wirklich geklärt. Also immer schön sachte mit den vorschnellen Verurteilungen! :)
 
Ob das jetzt berechtigt ist will ich nicht werten, aber die Aussage,
" dass Apple von der Untersuchung nichts erfahren haben soll"
ist mit Verlaub Befremdlich!
Mindestens seit 2013 geht Frankreich gegen alle großen "Steuersparer" vor, was auch zu diversen Durchsuchungen geführt hat, auch bei Apple Niederlassungen, da ist für mich diese Naiv klingende Aussage nicht Glaubhaft
 
Richtig so. Diese Großkonzerne schöpfen in jedem Land nur die Gewinne ab, zahlen so gut wie keine Steuern und nutzen meistens noch kostenlos die Infrastruktur.

Der kleine Steuerzahler muss auch Monat für Monat ran.
 
Keine Innovationen und jetzt immer mehr Steuern nachzahlen. Gibt's auch mal wieder eine gute News von Apple oder kriegen die gar nichts mehr richtig hin.
 
@mulatte: Was willst du lesen? Dass Apple in der Mittagspause Gruppenkuscheln erlaubt, sofern sich die Mitarbeiter darüber einig sind? Wir können nichts dafür, dass es die Nachrichten gibt. Und wenn du mal die News der letzten Monate durchschaust dürfte sogar dir auffallen dass jeder Hersteller mal gute und mal schlechte News abbekommt. Je nachdem, was sie eben grad machen, bzw. was im Umfeld der Firmen eben passiert.
Mal ganz abgesehen davon, dass ich hier weder was gutes noch etwas schlechtes bezüglich Apple erkennen kann. Dass die französische Steuerbehörde eine Prüfung anberaumt, da kann ja Apple erstmal nichts dafür ;)
 
@Breaker: Man liest gefühlt nur noch schlechte Nachrichten. Sogar das MacBook produziert welche und sollte doch eigentlich das Gegenteil davon machen. Dann noch der Akku des Iphone....
 
Zum Glück ist Apple in Deutschland sicher. Der bayerische Finanzminister hatte ja sofort verkündet, dass man nicht einmal prüfen wolle, ob man Steuern von Apple bekommen könnte.
Es ist schon eine merkwürdige Situation. Jedem normalen Arbeiter wird die Steuer sofort abgezogen. Bei Apple in Deutschland wird nicht einmal geprüft. Irland klagt gegen die EU, damit Apple keine Steuern nachzahlen muss und Apple sitzt auf 100 Mrd. Barvermögen, die sie nicht in die USA holen, weil sie dann Steuern darauf zahlen müssten.
Die einen wollen nicht zugreifen, die anderen können nicht zugreifen und Apple freut sich nicht nur über die Steuerersparnis sondern auch über die Erträge, die sie durch die Anlage dieses riesigen Vermögens erzielen. Ob sie darauf wohl Steuern bezahlen?
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