Unterricht mit Handy: Kultusministerkonferenz-Präsidentin voll dafür

Tablet, Ipad, Kinder Bildquelle: Eric Peacock / Flickr
Aktuell ist es üblich, dass Schüler ihre Smartphone im Unterricht meist nicht nutzen dürfen. Geht es nach der Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Claudia Bogedan (SPD), sollten die mobilen Geräte zukünftig aber gezielt in der Schule zum Einsatz kommen.

Werben für Smartphone-Einsatz

"Handyverbote sind von gestern": Mit diesen klaren Worten wirbt Claudia Bogedan (SPD), Präsidentin der Kultusministerkonferenz und Bildungssenatorin in Bremen, für ein Umdenken in Sachen Smartphone-Nutzung in der Schule. Wie Bogedan gegenüber dem Spiegel (via Golem) mitteilt, sei es naheliegend, die mobilen Geräte auch im Unterricht zum Einsatz zu bringen, da nahezu jedes Kind ein solches Gerät jeden Tag in der Schule mit sich führen würde. Auf dem IT-Gipfel der Bundesregierung am 16. und 17. November in Saarbrücken will sie für diese Idee werben.


Bogedan sieht in der Integration von Smartphones in den Schulalltag auch klare Vorteile für die Schüler außerhalb des Unterrichts: "Auch wenn sie privat ihre Geräte intensiv nutzen: Kompetenter Umgang ist das noch lange nicht." Außerdem sieht die Bildungspolitikerin kein Problem darin, dass Schüler ihren Lehrer bei der digitalen Mediennutzung meist weit voraus sind. Das Lehrpersonal müsse vermitteln können, wie Kommunikation im Netz funktioniert und wie Information gefunden und bewertet werden kann. "Ein Lehrer muss nicht wissen, welche Apps gerade angesagt sind", so Bogedan.

Kritiker bemängeln pädagogischen Ansatz

In einem Strategiepapier, das im Frühjahr veröffentlicht worden war, hatten die Länderminister festgelegt, dass der Umgang mit digitalen Medien in den Lehrplänen festgeschrieben und Lehrer entsprechend fortgebildet werden sollen. In ihrer Rolle als Präsidentin der Kultusministerkonferenz will Bogedan ihren Einfluss nutzen, um dieses Vorhaben entsprechend ihrer Einstellung zu prägen.

Anfang letzten Monats hatte Bundesbildungsministerin Johanna Wanka angekündigt, dass der Bund 5 Milliarden Euro für Computer und freies WLAN an Schulen zur Verfügung stellen werde - eine dringende Grundvoraussetzung für den weiteren Einsatz von digitalen Werkzeugen im Unterricht. Einige Erziehungswissenschaftler hatten in einer Erklärung aber scharfe Kritik an den Plänen geübt: Wanka öffnet die Schule als profitablen Absatzmarkt für Tablet-PCs und WLAN mit einem Umsatz von über 100 Milliarden Euro in den nächsten Jahren. Lehrer sollen zu Lernbegleitern degradiert und eingespart werden", so die Meinung der Kritiker.

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