Baden-Württemberg streicht Geld:
Informatik in der Schule kann weg
Ausgerechnet Baden-Württemberg, immerhin eines der finanziell recht gut aufgestellten Bundesländer, hat angeblich kein Geld, um seinen Schülern eine Informatik-Ausbildung zu ermöglichen. Erst wurde ein entsprechendes Pflichtfach versprochen - nun geht es in die komplett andere Richtung.
Infografik: Informatik an Schulen
Hintergrund dessen ist die Haushaltsplanung der neuen grün-schwarzen Landesregierung. In deren Rahmen ist ein umfassendes Kürzungsprogramm für den Bildungsbereich vorgesehen. Das trifft eine Reihe von Initiativen, die eigentlich schon angelaufen sind. So sollen auch der Ausbau von Ganztagsschulen sowie Inklusionsprojekte gestoppt werden. Bereits vorhandene Gesetze und Verordnungen zu diesen, will Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) für das kommende Schuljahr erst einmal aussetzen.
Und dies gilt auch für den Informatik-Unterricht. "Alle Schüler an allgemeinbildenden Schulen werden eine verbindliche Grundbildung in Informatik bekommen", hatte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) noch vor der Wahl versprochen - und dafür viel Lob von hochrangigen Wirtschaftsvertretern bekommen. Denn diverse Branchen in Baden-Württemberg sind zwingend auf IT-Fachkräfte angewiesen, insbesondere auch die Automobilindustrie, deren Produkte mit immer mehr Elektronik und Software ausgestattet sind.
Doch nun geht es in die völlig andere Richtung. Bisher war Informatik-Unterricht im Wesentlichen schon vom Engagement der einzelnen Schule abhängig. Mit den nun angekündigten Stellenstreichungen dürfte es nicht nur das Aus für ein Pflichtfach Informatik geben, auch die freiwilligen Angebote werden in der bisherigen Form so wohl kaum noch möglich sein.
Dagegen hagelt es nun Kritik von diversen Seiten. "Bildung kostet Geld -- aber wer in einem Hochtechnologieland wie Baden-Württemberg die Schulinformatik nicht endlich voran bringt, sägt den Ast ab, auf dem wir alle sitzen", erklärte beispielsweise die lokale Lehrergruppe der Gesellschaft für Informatik. Und die Lehrergewerkschaft GEW rechnet mit Klagen von Eltern, wenn sogar bestehende Gesetze missachtet werden, um an der Bildung kürzen zu können.
Infografik: Informatik an Schulen
Hintergrund dessen ist die Haushaltsplanung der neuen grün-schwarzen Landesregierung. In deren Rahmen ist ein umfassendes Kürzungsprogramm für den Bildungsbereich vorgesehen. Das trifft eine Reihe von Initiativen, die eigentlich schon angelaufen sind. So sollen auch der Ausbau von Ganztagsschulen sowie Inklusionsprojekte gestoppt werden. Bereits vorhandene Gesetze und Verordnungen zu diesen, will Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) für das kommende Schuljahr erst einmal aussetzen.
Und dies gilt auch für den Informatik-Unterricht. "Alle Schüler an allgemeinbildenden Schulen werden eine verbindliche Grundbildung in Informatik bekommen", hatte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) noch vor der Wahl versprochen - und dafür viel Lob von hochrangigen Wirtschaftsvertretern bekommen. Denn diverse Branchen in Baden-Württemberg sind zwingend auf IT-Fachkräfte angewiesen, insbesondere auch die Automobilindustrie, deren Produkte mit immer mehr Elektronik und Software ausgestattet sind.
Doch nun geht es in die völlig andere Richtung. Bisher war Informatik-Unterricht im Wesentlichen schon vom Engagement der einzelnen Schule abhängig. Mit den nun angekündigten Stellenstreichungen dürfte es nicht nur das Aus für ein Pflichtfach Informatik geben, auch die freiwilligen Angebote werden in der bisherigen Form so wohl kaum noch möglich sein.
Dagegen hagelt es nun Kritik von diversen Seiten. "Bildung kostet Geld -- aber wer in einem Hochtechnologieland wie Baden-Württemberg die Schulinformatik nicht endlich voran bringt, sägt den Ast ab, auf dem wir alle sitzen", erklärte beispielsweise die lokale Lehrergruppe der Gesellschaft für Informatik. Und die Lehrergewerkschaft GEW rechnet mit Klagen von Eltern, wenn sogar bestehende Gesetze missachtet werden, um an der Bildung kürzen zu können.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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