Unterricht mit Handy: Kultusministerkonferenz-Präsidentin voll dafür

Aktuell ist es üblich, dass Schüler ihre Smartphone im Unterricht meist nicht nutzen dürfen. Geht es nach der Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Claudia Bogedan (SPD), sollten die mobilen Geräte zukünftig aber gezielt in der Schule zum Einsatz ... mehr... Tablet, Ipad, Kinder Bildquelle: Eric Peacock / Flickr Tablet, Ipad, Kinder Tablet, Ipad, Kinder Eric Peacock / Flickr

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Das ist ja wohl das Letzte. Die Geräte sollte man besser aus dem Unterricht verbannen.
 
@resilience: Finde ich auch. Die Kids sind doch schon jetzt nicht mehr in der Lage richtige Texte zu verfassen. Das wird mit Unterricht am Smartphone auch nicht besser. Früher hatte man ITG-Unterricht. Eine Stunde pro Woche, in der man lernte, was ein Computer ist, wie er arbeitet und wie man damit arbeiten kann. Dazu zählte dann in erster Linie "Word" und das 10-Finger-System. Zu viel mehr ist man damals nicht gekommen. Aber es hat gereicht.
 
@resilience: Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit...

Man muss offen für neues sein und wenn man das gut umsetzt gewinnt jeder!
Smartphone ist heute n Bestandteil wie früher der Taschenrechner und Füller zusammen...

Stimmt, schreiben lernen ist wichtig, aber mit Modernen Medien umgehen mindestens genau sehr!

@SunnyMarx: ich sehe kein problem am "Texte verfassen" ich sehe ein Problem darin, dass manche einfach nicht verstehen wo der Trend hingeht... wie oben schon erwähnt, will ich nicht sagen dass schreiben nicht "unwichtig" ist... trotzdem werden 98% aller Texte heutzutage digital verfasst, was spricht dagegen auch hier den Umgang zu lernen???
Mal raus aus der Steinzeit der 80ziger & 90ziger :P
 
@baeri: und was machen die, die kein Smartphone haben?
Ja auch die gibts noch weil sie dafür einfach kein Geld haben.
 
@Eagle02: nun über alter haben wir noch nicht gesprochen...

ich denke da gibt es zwei seiten (wobei erstere ich als nicht mal vater nur schwer beurteilen kann):
1. es gibt ein alter da ~MUSS~ man ein Smartphone haben (das ist sicher noch nicht mit 7)
2. das ist vergleichbar wie mit schulmitteln => Taschenrechner, Stifte & Hefte...
=> ich denke nicht dass wir hier von einen Galaxy S7, iPhone 7 oder Google Pixel sprechen...

ich bin so "alt" dass ich mein erstes Mobiles Telefonierfähiges Endgerät erst mit 17 erhalten habe... aber ich weiß, dass heute ein(e) 17 Jährige(r) ohne Smartphone mehr als nur ein "Sozialer" Outsider ist...
Aber selbiges gilt auch für den Computer! Ich kann sehr wohl von einem Schüler erwarten, dass ihm die Möglichkeit geboten wird für seinen Informatikunterricht zu lernen! Also kann ich auch erwarten, dass er Montag und Donnerstags zur SocialPhone-Stunde n Handy mitbringt (notfalls das von Mama)!
 
@Eagle02: oder deren Eltern nich5 möchten, dass 7 jährige mit den Dingern rumlaufen und auf Facebook rumopfern...
 
@resilience: Heute beschweren sich alle, dass die Kinder in der Schule schon mit den vermaledeiten Smartphones konfrontiert werden, morgen heißt es dann, dass Deutschland Technologie-Entwicklungsland ist.
 
@xploit: Meiner Meinung nach bieten die heutigen Smartphones, Phablets, Lifestyle Tablets etc. aufgrund ihrer kleinkindergerechten (Wer es nicht glaubt: Einfach mal auf YouTube nach ``iPad Baby'' suchen. Da gibt es Zweijährige, die problemlos mit Graphik-Apps arbeiten, bei denen sich einige Erwachsene in meinem Bekanntenkreis freuen wie ein Schneekönig, wenn sie damit ein lustiges Bildchen zusammengebastelt kriegen. Auf dem PC sind denen die Grafik-Tools ``viel zu kompliziert''. Das zeigt deutlich das Niveau auf dem iOS und Android ihre Nutzer halten.) um nicht zu sagen primitiven, funktionsarmen Bedienung bei der man nicht einmal ein hartes Passwort effizient eintippen kann (Weshalb viele Leute, die solche Geräte benutzen, lächerlich schnell erratbare Passworte nutzen oder härtere Passworte gar auf den Geräten speichern, um diese nicht jeden Tag auf der umständlichen Tastatur eingeben zu müssen. Auch die ganzen Versuche mit Fingerabdruckscannern und anderen biometrischen Authentifizierungsmethoden bei diesen Geräte rühren daher, dass es einfach so ineffizient ist auf solchen Geräten einen individuellen ASCII-Text einzugeben und man daher händeringend nach anderen Authentifizierungsmethoden sucht, statt das eigentliche Problem zu beseitigen.), geschweige denn Quellcode, der auch viele Sonderzeichen enthält welche es bei solchen Geräten oft nur schwer erreichbar in der dritten Tastaturebene einer nicht blind im 10-Finger-System zu benutzenden, da nicht ``fühlbaren'' Displaytastatur gibt.

Computer funktionieren im Innersten immer noch textbasiert und Geräte die schon zum halbwegs effizienten Eingeben von Text für E-Mails und Chats Wortvorschläge präsentieren müssen und damit verhindern das der Wortschatz des Benutzers über den der Autovorschläge hinaus wachsen kann, bieten keine Lernanreize für den Nutzer/Nachwuchs. Aus dem Grunde hat meine Tochter zwar schon mit 5 Jahren Lebensalter ein Tablet-Convertible geschenkt bekommen (auch damit sie nicht immer mit meinem herumspielt und ich es immer suchen muss, wenn ich es dann selbst brauche ;-) ), wird sich ein Smartphone aber wohl von ihrem eigenen Geld kaufen und finanzieren müssen, denn ich fördere diesen Unsinn nicht und sie weiß von mir heute schon, dass Smartphones Spionagegeräte sind mit denen sie von anderen Leuten täglich übervorteilt/hereingelegt wird und ich deshalb auch selbst seit deutlich über 15 Jahren keines mehr besitze.

Nicht nur Deutschland wird durch Smartphones zum Technologie-Entwicklungsland werden. Diese Geräte bieten für Kinder wie Erwachsene nur Anreize zum -- oft noch kostenpflichtigen -- Entertainmentkonsum und halten mit ihrer Kinderspielzeugoberfläche jeden Nutzer davon fern, überhaupt etwas über die tiefere Funktionsweise von Computern zu lernen. Wo ich als nicht einmal 10-jähriger Knirps am original IBM PC (der ohne Festplatte, aber mit zwei 5 1/4 Zoll Diskettenlaufwerken :-) ) meines Vaters mit dessen interaktiven Lernkursen von Diskette, noch bevor er selbst dazu kam sich mit seinem neuen Spielzeug zu beschäftigen, freiwillig DOS und Basic gepaukt habe, weil dieser neue Fernseher mit Tastatur so interessant war, das ich ihn benutzen können wollte, das gibt es heute nicht mehr. Zeig mir heute mal ein 10- oder meinetwegen auch 12-jähriges Kind das ein Smartphone besitzt und eine Batch-Datei schreiben kann um Vorgänge auf einem Rechner zu automatisieren an denen es sonst Stunden verbringen würde? Kann eines dieser Kinder eine Programmiersprache? Mit 10 Jahren konnte ich bereits einfache Programme in Basic und Fortran programmieren.

Smartphones bieten hingegen keinen Anreiz so etwas zu lernen. Dort könnte ein Kind seine selbstgeschriebenen Anwendungen kaum ohne größeren Aufwand selbstständig installieren, da diese ansonsten erst einmal in den AppStore des jeweiligen Herstellers müssten, um von dort installierbar zu sein. Welches Kind soll da Interesse entwickeln sich ernsthaft mit Technologie zu beschäftigen, wo doch seine ganzen Freunde und Bekannten ihm jeden Tag zeigen, wie toll man Zeit mit den massenverdummenden sozialen Netzwerken und anderem einem kein sinnvolles Wissen vermittelndem Entertainment verbringen kann? Selbst bei den meisten smartphonenutzenden Erwachsenen beschränkt sich das Technologiewissen darauf, dass sie die Geräte- und Komponentenbezeichnungen der Werbeindustrie brav auswendig lernen und jederzeit wissen welches gerade der Hammer-Prozessor ist, den jeder gerne hätte. Wenn man sie fragt, wie ein Prozessor im inneren eigentlich arbeitet, wissen die hingegen noch nicht einmal die Grundlagen. Das kommt halt dabei heraus, wenn man sich durch die multimediale Werbegehirnwäsche zum willigen Konsumopfer erziehen lässt und das werde ich bei meinen Kindern nach Möglichkeit verhindern. Daher werden die von mir sicherlich kein Smartphone für die Schule bekommen, sondern eben ein Tablet-Convertible, bei dem sie im Notebookmodus sowohl im 10-Finger-System schreiben lernen und so problemlos harte Passworte verwenden und Quellcode schreiben können als auch mit dem Stylus im Unterricht mitschreiben bzw. Skizzen zeichen, wenn sie das möchten. Meine Tochter konnte beispielsweise schon lesen als sie in die Schule kam, weil es ihr irgendwann einfach zu dumm war immer Mama und Papa dabei haben zu müssen um neue Funktionen an ihrem Tablet-Convertible ausprobieren zu können und sie die Schrift in der Oberfläche selbst lesen können wollte. Auf einem Smartphone hätte sie halt die Symbole auswendig gelernt um in ihre Malanwendung oder einen Mediaplayer zu kommen und Lesen erst unter Zwang in der Grundschule gelernt.

Smartphones stellen einfach keine höheren Ansprüche an den Benutzer und generieren dadurch keine technologiebegabten Nutzer, sondern lediglich technisch weitgehend unfähige ``Geräte-Bediener'', die oft schon verloren sind, wenn sie mal irgendwo keine graphische Oberfläche haben oder eine Batch-Datei schreiben müssten um zur Erledigung einer Arbeit nicht den halben Tag dieselben Schaltflächen drücken zu müssen.

Fazit: Man tut lernwilligen Kindern keinen Gefallen, wenn man ihnen in der Schule ein Smartphone schmackhaft macht.
 
Claudia Bogedan hat es nur auf die Fördergelder abgesehen und dafür ihr Hirn erstmal auf Eis gelegt.
 
@SuperSour: Hirn auf Eis? Das bekommt man doch nie wieder zum Leben! Naja, können wir die Frau gleich ganz abschreiben. :-D
 
Ich besuche gerade eine Techniker Schule (Fachrichtung Informatik) und dort sind Handynutzung und Laptop Nutzung während des Unterrichts komplett erlaubt, es gibt sogar ein Schul-WLAN. Es ist schon sehr angenehm, während dem Unterricht mal kurz einen Fachbegriff in Wikipedia nachzuschauen oder schnell etwas zum aktuellen Thema zu googeln. Allerdings verleitet es bei etwas langweiligerem Unterricht auch schnell zum Klick auf Facebook/Winfuture/9gag oder sonstigem...^^

Aber wäre das vor 8 Jahren in der Realschule auch schon erlaubt gewesen, hätte ich vermutlich vom Unterricht nicht mehr viel mitbekommen^^ Da sollten es dann eher Schul-Tablets sein, auf der nur für den Unterricht freigegebene Software bzw. an den Unterricht angepasste Software läuft.
 
@MrKlein: Und was ist jetzt der unterschied zu "im Heft malen" oder "Zettelchen schreiben" oder "sonst iwie sich ablenken" (vor 10-20 Jahren) und auf 9gag sein?

Ich denke die "Kontrollierte" Nutzung und das lernen im Umgang ist eine Chance das besser hinzubekommen wie der strikte verbot!
=> Mich haben damals sonderlich wenig Verbote interessiert! Trotzdem bin ich "groß" geworden :D ...
aber evtl. auch weil deshalb weil ich hervorragende Lehrer hatte, welche schnell den Umgang mit MIR verstanden haben,... und so war ich einer der ersten welcher seinen privaten Laptop im Unterricht nutzen durften oder diverse Technologien erörtern und vorstellen durfte. <- und logischer weise ging auch da nicht alles glatt ^^ <= aber darum geht es nicht im erwachsen werden!

> Kontroller und Überwachung (wie die Schultablets das vorsehen) hingegen halte ich für unangemessen! Lieber macht der Schüler mal nen Fehler als das man alles zu korrekt nimmt!
 
Logische Konsequenz zur weiterführenden Entwicklung hin zur Bildungsferne und zur Anpassung und Gleichstellung inkludierter, integrierter und weniger lernwilliger Schüler, diese dem sinkenden Durchschnitt anzupassen. Die Rechtschreibkorrektur im Smartphone und Browser bügelt erstmal die schlimmsten Fehler platt und Wikipedia ist für sozialkritische Themen bestens dazu geeignet, die Meinung der "Sichter" und "Administratoren" als allgemeingültig zu lehren.

Wozu braucht man auch schon Rechtschreibung und Orthographie? Das bügelt "Word" alles aus und ist nicht relevant.
Sieht und liest man immer mehr in allen Medien wie auch hier, in Berichten und noch viel schlimmer in den Kommentaren, welche den Dativ "dem", statt des Genitivs "des" nach "wegen" schreiben. Selbst Hinweiseinsendungen diesbezüglich werden nicht berichtigt. Weil Word das ja nicht als Fehler anzeigt.

Den Lehrsatz "Auf wegen folgt der Genitiv" kennt Word und die Lehramtsanwärterin halt nicht mehr und das ist dann eben gut so, Sprache verändert sich sowieso und irgendwann macht hier etwas nicht nur Sinn sondern macht es auch bestimmt irgendwann mal Zweck.
 
Mal wieder ein schönes Beispiel für die Inkompetenz und Weltfremdheit vieler Politiker. Natürlich werden Smartphones im Unterricht eingesetzt, selbst wenn es "strikte Verbote" an Schulen gibt. So etwas fällt immer in den Ermessensspielraum der unterrichtenden Lehrkraft und wenn die Aufgabe etwa eine Internet-Recherche beinhaltet, bleibt angesichts der Ausstattung der meisten öffentlichen Schulen überhaupt keine andere Möglichkeit. Optimal wäre natürlich, wenn es genügend funktionierende Laptops/PC/Tablets gäbe, um nicht die privat bezahlte Technik und das Datenvolumen der Schüler in Anspruch nehmen zu müssen. Außerdem benachteiligt dieses Vorgehen sowohl ärmere Schüler als auch diejenigen, deren Eltern aus welchen Gründen auch immer gegen Smartphones in Schülerhand sind.
 
Ich find's gut. Und jetzt kommt mir nicht mit "Ja aber Rechtschreibkorrektur und Wikipedia ist schlecht", dafür gibt es Schul Lösungen (Google for Education, Apple for Education) welche die Geräte im Unterricht steuern und diverse Hilfen deaktivieren bzw. alternative Quellen zu Wikipedia in E-Book Form bereitstellen.
Das einzige was mir etwas Kopfzerbrechen bereitet ist wie man das bezahlen will. Die Schulen müssten dann auf Grund der Lehrmittelfreiheit Geräte für 8 Millionen Schüler bereitstellen, und z.B. ca. 8 Millionen iPad Mini 2 für den Bildungspreis von 277€ (welche für den Unterricht vollkommen ausreichen würden) oder Smartphones zu dem Preis bräuchten alleine schon fast die Hälfte der bereitgestellten 5 Mrd. für WLAN und PCs. Dazu kommt das die Geräte alle fünf bis zehn Jahre ausgetauscht werden müssen weil Akku kaputt, Hardware Defekt oder schlichtweg veraltet. Das wird teuer... Bzw. müsste man mal ausrechnen wie viel teurer als alle fünf bis zehn Jahre neue Lehrbücher anzuschaffen.
 
@Cheeses: Google for Education ist leider nicht kompatibel mit den deutschen Datenschutzgesetzen, ich vermute, dass es bei Apple nicht anders aussieht. Bezahlbar wäre das grundsätzlich schon, man müsste nur so schwachsinnige Prestigeprojekte wie BER oder Elbphilharmonie einsparen. Eine Anmerkung zum Schluss: Ob ich gedruckte Lehrbücher oder Lizenzen für die digitalen Versionen kaufe macht keinen riesigen Unterschied.
 
Als ob es sinnvoll ist, bei Kindern, die herrlich einheitlich durch unser marodes Schulsystem gepresst werden, dass Smartphone im Schulalltag als Verbesserung zu verkaufen.
Bald sind wieder Wahlen oder?
 
Laßt uns noch mehr Smartphone-Zombies züchten, auf daß die der natürlichen Auslese zum Opfer fallen, YAY... <eg>
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