Telefónica verkauft jetzt Bewegungsdaten seiner O2/E-Plus-Kunden
Der spanische Telekommunikationskonzern Telefónica macht jetzt ernst: Die im deutschen Mobilfunknetz von O2 und E-Plus erfassten Bewegungsdaten der Kunden werden zu Marketingzwecken an Dritte weiterverkauft. Den Nutzern soll dies mit Rabatten und anderem schmackhaft gemacht werden.
Infografik: Entwicklung des Mobilfunks
Das Unternehmen hatte die Pläne dafür schon vor einiger Zeit präsentiert und dafür einiges an Unmut kassiert. Thorsten Dirks, der Vorstandsvorsitzende von Telefónica Deutschland, sicherte gegenüber der Wirtschaftswoche (heutige Ausgabe) aber zu, dass die Daten vor dem Verkauf anonymisiert werden und die Kunden auch die Möglichkeit erhalten, der Weitergabe zu widersprechen. "Wir wollen den Kunden die Herrschaft über ihre Daten zurückgeben", so die etwas zynische Erklärung des Telefónica-Managers.
Die Entwicklung eines Produkts namens "Mobility Insight", das auf den erfassten Bewegungsdaten der Mobilfunknutzer entsteht, wurde erstmals im April dieses Jahres angekündigt. Es handelt sich bereits um den zweiten Vorstoß. Schon vor einigen Jahren wollte der Konzern die fraglichen Daten kommerziell vermarkten, musste das Projekt nach heftigen Protesten aber erst einmal wieder zurückziehen.
Das Mobilfunknetz hat jederzeit recht gute Erkenntnisse darüber, wo sich welcher Kunde aktuell aufhält. Insbesondere in Städten sind die einzelnen Funkzellen so eng, dass sich ziemlich genaue Rückschlüsse ziehen lassen. Im Telefónica-Netz fallen so täglich mehrere Milliarden Datenpunkte von den über 40 Millionen aktiven SIM-Karten an.
Diese sollen nun anderen Unternehmen wertvolle Informationen liefern können. So können beispielsweise Verkehrsströme besser gelenkt werden oder ein Handelsunternehmen kann besser optimale Standorte für eine neue Filiale ausfindig machen.
Telefonica O2 Die Smartphone-Tarife
Infografik: Entwicklung des Mobilfunks
Das Unternehmen hatte die Pläne dafür schon vor einiger Zeit präsentiert und dafür einiges an Unmut kassiert. Thorsten Dirks, der Vorstandsvorsitzende von Telefónica Deutschland, sicherte gegenüber der Wirtschaftswoche (heutige Ausgabe) aber zu, dass die Daten vor dem Verkauf anonymisiert werden und die Kunden auch die Möglichkeit erhalten, der Weitergabe zu widersprechen. "Wir wollen den Kunden die Herrschaft über ihre Daten zurückgeben", so die etwas zynische Erklärung des Telefónica-Managers.
Die Entwicklung eines Produkts namens "Mobility Insight", das auf den erfassten Bewegungsdaten der Mobilfunknutzer entsteht, wurde erstmals im April dieses Jahres angekündigt. Es handelt sich bereits um den zweiten Vorstoß. Schon vor einigen Jahren wollte der Konzern die fraglichen Daten kommerziell vermarkten, musste das Projekt nach heftigen Protesten aber erst einmal wieder zurückziehen.
Dreistufige Anonymisierung
"Wir werden uns nicht noch mal die Finger verbrennen", führte Dirks nun hinsichtlich des neuen Projektes aus. So sei nun ein dreistufiges Verfahren entwickelt worden, mit dem die Anonymisierung der Informationen sichergestellt werden soll. Die Bundesdatenschutzbeauftragte sei in dem gesamten Entwicklungsprozess einbezogen gewesen. Dies wird Datenschutz-Aktivisten allerdings kaum beruhigen - denn von der aktuellen Amtsinhaberin Andrea Voßhoff haben diese eine wesentlich geringere Meinung als von ihrem Vorgänger Peter Schaar.Das Mobilfunknetz hat jederzeit recht gute Erkenntnisse darüber, wo sich welcher Kunde aktuell aufhält. Insbesondere in Städten sind die einzelnen Funkzellen so eng, dass sich ziemlich genaue Rückschlüsse ziehen lassen. Im Telefónica-Netz fallen so täglich mehrere Milliarden Datenpunkte von den über 40 Millionen aktiven SIM-Karten an.
Diese sollen nun anderen Unternehmen wertvolle Informationen liefern können. So können beispielsweise Verkehrsströme besser gelenkt werden oder ein Handelsunternehmen kann besser optimale Standorte für eine neue Filiale ausfindig machen.
Telefonica O2 Die Smartphone-Tarife
Thema:
Videos zum Thema Mobilfunk
- Super Bowl 2026: Die Backstreet Boys singen für T-Mobile
- Aquaman und Scrubs-Stars singen zum Super Bowl für T-Mobile
- Breitbandmessung: So bekommt man rechtssichere Ergebnisse
- Travolta, Braff und Faison singen zum Super Bowl für T-Mobile
- Super Bowl 2022: Miley Cyrus, Braff und Faison singen für T-Mobile
Beiträge aus dem Forum
Weiterführende Links
Neue Nachrichten
- Neue Wochenendknaller: Media Markt und Saturn senken die Preise
- YouTube bekommt Ärger wegen der Sperrung von Nutzerkonten
- X behauptet, dass chinesische Botfarm Hass auf Datenzentren schürt
- Lidl-Konzern plant gigantisches KI-Rechenzentrum in Mecklenburg
- Windows-11-Update: Taskleiste nun verschiebbar, Startmenü flexibler
- 60% weniger Mitarbeiter: Metas radikaler KI-Umbau gerät ins Wanken
- Neu bei Amazon Prime Video: Das erwartet euch im September 2026
Videos
Neueste Downloads
Beliebte Nachrichten
Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
Ich empfehle ...
Meist kommentierte Nachrichten
Forum
-
Windows 11 und die einsamen Nächte vor dem Bildschirm.
Q 1 - Gestern 11:43 Uhr -
LibreOffice 26.8 ist da und konzentriert sich auf drei Kernbereiche
d-hubs - Gestern 08:46 Uhr -
Neues aus der NAS-Welt: "TrueNAS 26 BETA.3 freigegeben
d-hubs - 25.08. 23:35 Uhr -
Foren Software Software Allgemein Der Open-Source-Spätsommer
d-hubs - 25.08. 22:30 Uhr -
KillerPDF 1.7.3 - ein neues Release
d-hubs - 24.08. 16:06 Uhr
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen