Plumper Spionage-Versuch der Ölindustrie gegen Tesla
Der Elektroauto-Hersteller Tesla bedient mit seinen Fahrzeugen derzeit zwar nur eine winzige Nische, doch weiß die alte Ölindustrie, welche Gefahr sich hier für ihre bisher gut laufenden Geschäfte verbirgt. Da scheint man schon mal zu illegalen Mittel zu greifen, um auf dem Laufenden zu sein.
Ein Manager aus der Ölindustrie wurde jetzt von Tesla verklagt. Der Vorwurf: Dieser soll sich als Firmengründer Elon Musk ausgegeben haben, um an nichtöffentliche Informationen aus dem Unternehmen zu kommen, berichtete das Forbes-Magazin. Bei dem fraglichen Manager handelt es sich um Todd Katz, der als Finanzchef bei Quest Integrity tätig ist. Die Firma ist einer der wichtigsten Pipeline-Dienstleister und gehört zu den festen Partnern von Konzernen wie BP, Chevron und ExxonMobil.
Wie aus der Klageschrift hervorgeht, erhielt Teslas Finanzchef Jason Wheeler Anfang August - kurz nach der Präsentation der aktuellsten Bilanzen - eine E-Mail. Diese war in dem Stil gehalten, in dem Musk zuweilen mit seinen engen Kollegen kommuniziert. Als Absender wurde die E-Mail-Adresse "elontesla@yahoo.com" genutzt. Tatsächlich verwendete Musk früher eine ähnliche Anschrift. Wheeler wurde gebeten, Prognosen zur Entwicklung der Finanzen und Daten zu den aktuellen Bestell-Eingängen zu übermitteln, die nicht im öffentlichen Bericht zu finden waren.
Tesla entschied sich, die Sache mit einer eher symbolischen Klage zu behandeln. In dieser wird zivilrechtlich gegen den Quest-Manager vorgegangen. Man verlangt Schadensersatz für den Aufwand der Untersuchung. Auch die Prozesskosten sollen dem Angeklagten auferlegt werden. Der Zweck dessen dürfte weniger darin bestehen, Katz juristisch eine reinzuwürgen. Vielmehr geht es wohl darum, mit der Klage öffentliche Aufmerksamkeit auf den Vorfall zu lenken.
Wie aus der Klageschrift hervorgeht, erhielt Teslas Finanzchef Jason Wheeler Anfang August - kurz nach der Präsentation der aktuellsten Bilanzen - eine E-Mail. Diese war in dem Stil gehalten, in dem Musk zuweilen mit seinen engen Kollegen kommuniziert. Als Absender wurde die E-Mail-Adresse "elontesla@yahoo.com" genutzt. Tatsächlich verwendete Musk früher eine ähnliche Anschrift. Wheeler wurde gebeten, Prognosen zur Entwicklung der Finanzen und Daten zu den aktuellen Bestell-Eingängen zu übermitteln, die nicht im öffentlichen Bericht zu finden waren.
Symbolische Klage
Der Tesla-Manager wurde stutzig und übergab die E-Mail den zuständigen Mitarbeitern für die Konzernsicherheit. Bei den folgenden Untersuchungen will man Katz als Autor der Mitteilung identifiziert haben. Wie man dies im Detail herausgefunden hat, wurde nicht bekannt.Tesla entschied sich, die Sache mit einer eher symbolischen Klage zu behandeln. In dieser wird zivilrechtlich gegen den Quest-Manager vorgegangen. Man verlangt Schadensersatz für den Aufwand der Untersuchung. Auch die Prozesskosten sollen dem Angeklagten auferlegt werden. Der Zweck dessen dürfte weniger darin bestehen, Katz juristisch eine reinzuwürgen. Vielmehr geht es wohl darum, mit der Klage öffentliche Aufmerksamkeit auf den Vorfall zu lenken.
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Christian Kahle
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