Doppelmoral bei US-Sportlern:
Welt-Anti-Doping-Agentur WADA gehackt
Eine russische Hackergruppe namens Fancy Bear soll Berichten zufolge die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA gehackt haben. Die Gruppe hatte es dabei vor allem auf die Daten einiger US-amerikanischer Top- Athleten abgesehen.
Wie die New York Times mit Verweis auf die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA selbst schreibt, wurden die Datenbanken der WADA kompromittiert. Dabei kamen brisante Informationen an Licht, die die Anti-Doping-Agentur in ein schlechtes Licht rücken. Es geht dabei um Sondergenehmigung für eigentlich auf der Doping-Verbotsliste stehender Medikamente für US-Athleten.
Der russischen Hackergruppe soll es mit ihrer Veröffentlichung zum einen um eine Art "kleiner Rache" für den erbitterten Kampf gegen die russischen Athleten im Vorfeld der Olympischen Spiele gegangen sein. Dort hatte die WADA keine Gnade walten lassen. Zum anderen soll Fancy Bear die Doppelmoral in Robin-Hood-Manier offengelegt haben, um die Diskussion um die Agentur anzufachen.
Bericht: Russische Hacker legten Flugsicherung in Schweden lahm
Ausnahmegenehmigungen
Betroffen sind demnach die beiden Tennisspielerinnen Venus und Serena Williams und die Turnerin Simone Biles. Ihre Daten bei der WADA wurden nun veröffentlicht. Alle drei Sportlerinnen sollen Ausnahmegenehmigungen für unerlaubte Medikamente erhalten haben, und zwar sozusagen hinter vorgehaltener Hand. Die Öffentlichkeit sollte von dem Wissen der WADA um mögliche Manipulationen nichts mitbekommen. Laut einer Stellungnahme der WADA nach dem Hack seien es einfach vertrauliche medizinische Informationen, die nichts an der Öffentlichkeit zu suchen hätten.WADA bleibt stumm
Das kann man aber auch ganz anders sehen. Dazu, ob die von Fancy Bear veröffentlichten Daten echt seien, hat die WADA bisher nicht direkt etwas sagen wollen. Zu den Anschuldigungen wollte man ebenfalls nichts sagen.Der russischen Hackergruppe soll es mit ihrer Veröffentlichung zum einen um eine Art "kleiner Rache" für den erbitterten Kampf gegen die russischen Athleten im Vorfeld der Olympischen Spiele gegangen sein. Dort hatte die WADA keine Gnade walten lassen. Zum anderen soll Fancy Bear die Doppelmoral in Robin-Hood-Manier offengelegt haben, um die Diskussion um die Agentur anzufachen.
Whistleblowerin
Laut Medienberichten könnte die Hacker-Gruppe zusammen mit dem militärischen Geheimdienst GRU arbeiten. Wie es heißt, soll Fancy Bear auch für den ersten Hack auf den WADA-Account der Whistleblowerin Yuliya Stepanova verantwortlich sein. Stepanova hatte die Sperrung der russischen Sportler durch die von ihr offengelegte Doping-Praxis erst möglich gemacht.Bericht: Russische Hacker legten Flugsicherung in Schweden lahm
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