3D-Kino: Ob nativ gedreht oder am Computer gebaut ist völlig egal
Film-Fans hört man immer wieder darüber fluchen, dass die 3D-Effekte für das Kino oft erst nachträglich am Rechner generiert werden. Rational zu begründen ist der Wunsch, dass gleich direkt mit 3D-Kameras gearbeitet wird allerdings nicht, wie eine Untersuchung der Johannes Gutenberg-Universität Mainz zeigt.
Die dortigen Psychologen haben mit Demo-Material aus verschiedenen Genres und mit unterschiedlichen Produktionsverfahren überprüft, ob es für den Zuschauer tatsächlich einen Unterschied macht, ob die 3D-Aufnahmen echt oder durch Nachbearbeitung entstanden sind. Wie sich zeigte, ist dies schlicht nicht der Fall.
"Das ist überraschend, wenn man bedenkt, wie viel Aufwand und Geld in die Produktion von echten 3-D-Filmen fließt", kommentierte Andreas Baranowski vom Psychologischen Institut der Universität das Untersuchungsergebnis. Für native 3D-Aufnahmen wird oft ins Feld geführt, dass diese den Blickwinkel der beiden Augen besser nachbilden würden. "Tatsächlich scheint unser visuelles System aber überraschend tolerant zu sein, wenn es Informationen des linken und rechten Auges zu einem einzelnen stereoskopischen Bild zusammenbringen soll", führte Baranowski aus.
Anders sieht es hingegen bei bestimmten Dokumentarfilmen aus. Hier sorgt die 3D-Darstellung eher dafür, dass eine größere emotionale Distanz zu den gezeigten Hauptfiguren entsteht. Das ist gerade dort, wo die Personen für die jeweilige Geschichte entscheidend sind, ein deutlicher Nachteil - und eine Empfehlung für den klassischen 2D-Film.
"Das ist überraschend, wenn man bedenkt, wie viel Aufwand und Geld in die Produktion von echten 3-D-Filmen fließt", kommentierte Andreas Baranowski vom Psychologischen Institut der Universität das Untersuchungsergebnis. Für native 3D-Aufnahmen wird oft ins Feld geführt, dass diese den Blickwinkel der beiden Augen besser nachbilden würden. "Tatsächlich scheint unser visuelles System aber überraschend tolerant zu sein, wenn es Informationen des linken und rechten Auges zu einem einzelnen stereoskopischen Bild zusammenbringen soll", führte Baranowski aus.
3D für Dokus eher schlecht
Deutlicher waren dann schon die Antworten auf die Fragestellung, in welchem Bereich 3D überhaupt zur Steigerung des Seh-Erlebnisses beiträgt. Bei Action- und Horrorfilmen führte die 3D-Darstellung dazu, dass sich die Testpersonen stärker in die Handlung hineingezogen fühlten - so wie die Filmemacher es beabsichtigen.Anders sieht es hingegen bei bestimmten Dokumentarfilmen aus. Hier sorgt die 3D-Darstellung eher dafür, dass eine größere emotionale Distanz zu den gezeigten Hauptfiguren entsteht. Das ist gerade dort, wo die Personen für die jeweilige Geschichte entscheidend sind, ein deutlicher Nachteil - und eine Empfehlung für den klassischen 2D-Film.
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Christian Kahle
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