Filme nach 2 Wochen leihen:
Hollywood bewegt sich - zu Mondpreisen
Die Filmbranche kann die Veränderungen in ihrem Gewerbe nicht mehr länger ignorieren und will nun zumindest die Möglichkeit einräumen, dass neue Produktionen schneller zur Ausleihe bereitgestellt werden. Allerdings will man dafür auch gleich Apotheken-Preise verlangen.
In den USA startet jetzt ein entsprechendes Pilotprojekt. Erste Filme sollen dann nicht mehr fast drei Monate exklusiv den Kinos vorbehalten bleiben. Als Verleih-Option sollen sie bereits nach zwei Wochen auch online verfügbar gemacht werden. Wer sich aber nicht ins Kino bewegen, sondern den Film dann frühzeitig bequem vom Sofa aus anschauen will, muss tief in die Tasche greifen, berichtete die US-Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf informierte Kreise.
Während die Videotheken oder Online-Verleiher bisher wenige Dollar verlangten, soll der schnellere Zugriff nur zu Preisen zwischen 25 und 50 Dollar möglich sein. Das ist in etwa auch die Preisspanne, in der man sich bewegt, wenn man sich in den USA zu zweit einen Film im Kino ansehen will. Man darf davon ausgehen, dass wohl nur hartgesottene Fans mit gebrochenem Bein auf ein solches Angebot zurückgreifen dürften.
In Hollywood ist man sich völlig bewusst, dass etwas passieren muss. Denn noch immer gibt es, abgesehen von einer strikten Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen, noch kein Konzept, das man den illegalen Angeboten im Netz sinnvoll entgegenstellen könnte - zumindest in den frühen Zeitfenstern bis ein Film auch für das Streaming freigegeben wird. Auch deshalb versucht beispielsweise Warner Bros. Verhandlungen mit der Kino-Branche zu führen, um ein neues Vermarktungsfenster etablieren zu können, erklärte Kevin Tsujihara, der Chef des Studios.
Während die Videotheken oder Online-Verleiher bisher wenige Dollar verlangten, soll der schnellere Zugriff nur zu Preisen zwischen 25 und 50 Dollar möglich sein. Das ist in etwa auch die Preisspanne, in der man sich bewegt, wenn man sich in den USA zu zweit einen Film im Kino ansehen will. Man darf davon ausgehen, dass wohl nur hartgesottene Fans mit gebrochenem Bein auf ein solches Angebot zurückgreifen dürften.
Komplexe Verhandlungen
Allerdings zeigt sich hier, wie unflexibel die Filmbranche letztlich in der Gestaltung ihrer Geschäfte ist. Denn selbst gegen diese Pläne gibt es dem Vernehmen nach massiven Widerstand aus den Reihen der Kinobetreiber. Und diese sind es noch immer, die den größten Anteil an den Gesamteinnahmen mit einem Film bringen. Rund 44 Prozent werden in den USA an den Kinokassen erwirtschaftet, weitere 38,2 Prozent kommen anschließend aus den DVD- und Online-Geschäften. Die Fernsehlizenzen bringen die übrigen 17,4 Prozent.In Hollywood ist man sich völlig bewusst, dass etwas passieren muss. Denn noch immer gibt es, abgesehen von einer strikten Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen, noch kein Konzept, das man den illegalen Angeboten im Netz sinnvoll entgegenstellen könnte - zumindest in den frühen Zeitfenstern bis ein Film auch für das Streaming freigegeben wird. Auch deshalb versucht beispielsweise Warner Bros. Verhandlungen mit der Kino-Branche zu führen, um ein neues Vermarktungsfenster etablieren zu können, erklärte Kevin Tsujihara, der Chef des Studios.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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