Brexit: HP hebt Preise in UK pauschal um 10% an - andere ziehen mit

Großbritannien, Börse, London, Bulle, Union Jack Bildquelle: Elliott Brown (CC BY 2.0)
Die großen IT-Anbieter hatten nun einige Tage Zeit, die erste Aufregung um das britische EU-Referendum sacken zu lassen. Nun fallen die Entscheidungen. Die Nutzer auf der Insel müssen für diverse Technik-Produkte jetzt mit deutlich höheren Preisen rechnen.

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Der Computer-Hersteller HP hat beispielsweise gerade gegenüber seinen britischen Vertriebspartnern mitgeteilt, dass sämtliche Preise für seine Produkte jetzt um 10 Prozent angehoben werden. Das berichtet das Magazin ChannelWeb, dem die Mitteilung vorliegt. Auch Dell hatte zuvor bereits eine solche Entscheidung getroffen.

"Wie sie mitbekommen haben, gab es zuletzt einen beispiellosen Verfall des Pfund-Kurses gegenüber dem US-Dollar", erklärte HP in der Mitteilung. Der Wert der britischen Währung brach kurz nach dem Bekanntwerden des Abstimmungs-Ergebnisses, bei dem sich eine knappe Mehrheit der Briten für einen Ausstieg aus der Europäischen Union entschied, auf den niedrigsten Stand seit über 30 Jahren ein. Das hätte eine kurzfristige Panik-Reaktion sein können - doch inzwischen stabilisiert sich der Kurs auf dem niedrigen Niveau.

Um angesichts dessen nicht in weitergehende Probleme zu laufen, habe man sich im HP-Management entschieden, Anpassungen für den britischen Markt vorzunehmen. Ab dem 1. August gelten nun für alle Produkte um 10 Prozent höhere Preisempfehlungen, hieß es weiter. Den Vertriebspartnern steht es aber natürlich weiterhin frei, wie viel sie von ihren Kunden für HP-Produkte verlangen - allerdings wird der Hersteller selbst natürlich auch entsprechend höhere Großhandelspreise verlangen.

Reaktionen ziehen Kreise

Dell hatte bereits Ende letzter Woche eine Preiserhöhungen angekündigt. Hier gab es zwar keine konkreten Festsetzungen, allerdings pendelten sich die Steigerungen im Einzelhandel schnell bei einem Plus von rund 10 Prozent ein. Kleinere Anbieter waren sogar noch schneller dabei. So korrigierte der chinesische Smartphone-Hersteller OnePlus seine Preise ebenfalls schon nach oben.

Bei weiteren großen IT-Unternehmen sollen entsprechende Schritte ebenfalls anstehen. Laut dem Guardian sei dies beispielsweise bei Lenovo der Fall. Einige Hersteller haben außerdem erst einmal komplett aufgehört, Pfund-Preise zu kommunizieren, sondern richten sich ersteinmal darauf ein, ihre Waren zu Dollar-Werten in die Vertriebsketten zu schieben und dann die tagesaktuellen Wechselkurse anzusetzen. Großbritannien, Börse, London, Bulle, Union Jack Großbritannien, Börse, London, Bulle, Union Jack Elliott Brown (CC BY 2.0)
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