Nissan deaktiviert nach Hackerangriff die App für das E-Auto Leaf

Elektroauto, Nissan, LEAF, Nissan Leaf, Elektromobilität Bildquelle: Nissan
Der Nissan Leaf ist derzeit das meistverkaufte Elektroauto weltweit. Umso unerfreulicher, dass das Unternehmen nicht viel Wert auf die Absicherung der NissanConnect gelegt hat. Ein Sicherheitsforscher aus Australien hat die Schwachstellen jetzt offenlegt und den Konzern damit gezwungen, die Funktionen der Anwendung vorübergehend zu dekativieren.
Der Sicherheits-Spezialist Troy Hunt hatte die Sicherheitslücken in der NissanConnect-App dabei bereits an den Automobilriesen gemeldet und alle nötigen Informationen geliefert, um das System besser abzusichern. Nachdem Nissan nicht reagierte, hat Hunt dann gezeigt, wie er die Plattform mit einem einfachen Trick "hacken" kann. Die NissanConnect App dient dabei den Fahrern des Nissan Leaf für einige kleinere Steuerungen, wie zum Beispiel für die Klimaanlage oder auch für das Lademanagement des Fahrzeugs, erklärt Hunt in einem Bericht der BBC.

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Akku entladen leicht gemacht

Troy Hunt konnte nun die App einfach kapern und so für reichlich Verwirrung sorgen. Ein Eingriff in das Management der Klimaanlage kann zum Beispiel bewirken, dass der Akku des Leafs rasch leergesaugt wird - beispielsweise durch das ständige Wechseln zwischen Aufwärmen und Abkühlen. So lässt sich der Akku bei einem Leaf, während sein Besitzer einkaufen oder arbeiten ist, entleeren, oder das Aufladen des Akkus abschalten.

Eingriff in andere Bereiche, die beim Führen des Fahrzeugs wichtig wären, wie das Lenken oder Bremsen, kann die App nicht gewähren. Ein Hackerangriff kann somit also nur begrenzten Schaden anrichten.

Authentifizierung zu leicht

Dafür ist laut Hunt nur die Authentifizierung des Jahres mit Hilfe der Fahrgestellnummer vonnöten. Sich die zu beschaffen ist dabei nicht allzu schwer, denn nur die letzten fünf Ziffern stehen für die einzelnen Fahrzeuge der Modellreihe. Sie sind also leicht zu errechnen, vor allem, wenn man nicht ein bestimmtes Fahrzeug, sondern eines aus der Flotte treffen möchte. Auch andere Möglichkeiten der Beschaffung gibt es dabei, unter anderem natürlich der einfache Blick in das entsprechende Fahrzeug.

Siehe auch: Riskantes Experiment: Hacker steuern Jeep in den Graben

Warum Nissan das Verwenden der App und das Koppeln an ein Fahrzeug nicht besser abgesichert hat ist die große Frage, die Troy Hunt stellt.

Innovativ?

Nissan hatte erst zum Mobile World Congress seinen neuen Leaf und die dazugehörigen Anwendungen als besonders innovativ gefeiert: "In einer eng vernetzten und mobilen Welt ist ein hochmodernes Connectivity-Paket wie jetzt im neuen Leaf 30 kWh ein Muss für vernetzte Autofahrer. Nissan ist stolz, effiziente und zuverlässige Lösungen zu entwickeln, die für einen breiten Kundenkreis zugänglich und auch bezahlbar sind."

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