Atelco Insolvenz: Urgestein im deutschen PC-Handel will weitermachen

Insolvenz, Einzelhandel, Atelco, Computerfachhändler Bildquelle: von Reise Reise - CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons
Der 1988 gegründete Computerhändler Atelco hat in dieser Woche Insolvenz angemeldet. Aktuell spricht man von der Sanierung und Erhaltung der Unternehmensgruppe, als Insolvenzverwalter wurde der Rechtsanwalt Dr. Christoph Schulte-Kaubrügger vom Amtsgericht Arnsberg bestätigt.
Atelco war nicht erst jetzt in finanzielle Schieflage geraten. Allein in den letzten beiden Geschäftsjahren hatte der Computer- und Unterhaltungselektronik-Fachhändler hohe Verluste erwirtschaftet. Aus dem erst im Mai beschlossenen Plänen für die Umstrukturierung wird nun erst einmal nichts. Das operative Ergebnis führte 2012/2013 einen Verlust von 2 Millionen Euro auf, 2013/2014 dann 2,4 Millionen. Die Umsätze waren zuletzt auf 113,9 Millionen Euro zurückgegangen.
Atelco Atelco
Die Bilder zeigen links die Atelco-Filiale in Bremen (Foto von Reise Reise CC BY-SA 3.0) und rechts den Firmenhauptsitz im Gewerbepark Möhnesee (Foto von Petra Klawikowski CC BY-SA 3.0)

Niedrige Margen - ein Branchenproblem

Die Filialen erwirtschafteten dabei immer noch 44,5 Millionen Euro. Problematisch war wieder einmal der hohe Margendruck - der nun auch bei Atelco dazu führte, dass die Fixkosten des Unternehmens nicht mehr gedeckt werden konnten. Trotz Ausbaus des Onlinegeschäfts galt die Risikolage der ATELCO Computer AG deshalb seit Beginn des Jahres als hoch.

Auch die ausgegliederte Event-GmbH und die Immobilien-GmbH sind von der Insolvenz betroffen. Das Amtsgericht hat auch für diese Firmen am 23. Juli das Insolvenzeröffnungsverfahren eingeleitet, zudem sollen noch weitere Unternehmen betroffen sein. Für die laut dem Unternehmen aktuell rund 500 Mitarbeiter in den 22 deutschen Filialen von Atelco und den 60 Mitarbeitern in der Zentrale in Möhnesee heißt es nun abwarten, wie sich ein Sanierungsplan durchsetzen lässt.

Offizielle Stellungnahme

Der Soester Anzeiger hat eine Stellungnahme von der Unternehmensgruppe erhalten und veröffentlicht. Darin heißt es unter anderem:

"Seit einigen Wochen war die Atelco Computer AG bereits auf der Suche nach einem Investor und hatte zuletzt einen Käufer für einen Teil des Filialnetzes seiner 22 deutschlandweiten Filialen gefunden. Letztlich blieb dem Unternehmen bei der Umsetzung der Investorenlösung nicht mehr genügend Zeit. Die Geschäftsführung sieht in den bereits getätigten Investorengesprächen auch nach der Insolvenzantragseröffnung einen guten Ansatzpunkt zur Sanierung und Erhaltung der Unternehmensgruppe."

Wie weit diese Übernahmegespräche bereits gereift sind und wer Interesse an dem Unternehmen gezeigt hat, ist noch unbekannt. Insolvenz, Einzelhandel, Atelco, Computerfachhändler Insolvenz, Einzelhandel, Atelco, Computerfachhändler von Reise Reise - CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons
Diese Nachricht empfehlen
Kommentieren50
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Kommentar abgeben Netiquette beachten!

Jetzt als Amazon Blitzangebot

Ab 19:10 Uhr PNY T3 Attaché Micro USB-3.0-Stick 64GB
PNY T3 Attaché Micro USB-3.0-Stick 64GB
Original Amazon-Preis
37,49
Im Preisvergleich ab
29,86
Blitzangebot-Preis
19,89
Ersparnis zu Amazon 47% oder 17,60

Video-Empfehlungen

WinFuture Mobil

WinFuture.mbo QR-Code Auch Unterwegs bestens informiert!
Nachrichten und Kommentare auf
dem Smartphone lesen.

Folgt uns auf Twitter

WinFuture bei Twitter

Interessante Artikel & Testberichte

WinFuture wird gehostet von Artfiles

Tipp einsenden