Facebook will auch Nachrichten-Leser nicht mehr von der Leine lassen
Für eine zunehmende Zahl an Nutzern besteht das Web inzwischen im Wesentlichen bereits aus dem Social Network Facebook. Dessen Betreiber arbeiten nun an einem nächsten Schritt, die eigene Plattform zum Mittelpunkt der gesamten Netznutzung auszubauen.
Infografik: Facebook: Desktop- und Mobile-Nutzer
Zukünftig sollen Inhalte-Anbieter ihre Artikel komplett auf der Plattform bereitstellen und nicht mehr wie bisher, lediglich Links zu ihren eigenen Webseiten posten. Um den Publizierenden diese Strategie schmackhafter zu machen, ist man bei Facebook sogar bereit, bei der Werbung auf das bisherigen Modell einer Teilung der Einnahmen zu verzichten, berichtete das gewöhnlich gut informierte Wall Street Journal.
Facebook ist für viele Betreiber von Nachrichten-Seiten bereits zu einer nicht zu verachtenden Quelle an Besuchern geworden. Bei Facebook sieht man es aber als Problem an, dass Nutzer, die auf einen Link zu einem Artikel klicken, vor allem auf Mobilgeräten oft lange warten müssen, bis ihnen die jeweiligen Inhalte angezeigt werden. Man ist überzeugt, dass schneller geliefert werden kann, wenn die Inhalte in die eigene Plattform integriert werden.
Für die Vorbereitung des neuen "Instant Articles"-Modells hat man auch schon gewichtige Partner gefunden - darunter BuzzFeed, die New York Times sowie National Geographic. Diese sollen zukünftig nicht nur Text-Beiträge sondern auch Videos über Facebook bereitstellen. Andere sollen folgen.
Um die Publisher auf seine Plattform zu locken, verzichtet Facebook in dem Projekt auf seinen 30-prozentigen Umsatzanteil an der Werbung im Umfeld der jeweiligen Inhalte. Die gesamten Einnahmen sollen also den Inhalte-Lieferanten zugutekommen. Das kann sich durchaus als Gewinn für die Partner entpuppen - denn keiner versteht es derzeit so gut wie Facebook, auf mobilen Plattformen mit Werbung Geld zu verdienen. Der Umsatz des Konzerns wird bereits zum überwiegenden Teil auf Smartphones und Tablets generiert.
Facebooks eigenes Interesse liegt hier darin, die Nutzer noch enger an die eigene Plattform zu binden. Denn diese verschwinden im Zweifelsfall nicht mehr durch den Klick auf einen Link zu einem anderen Anbieter. Aber auch ein verbessertes Nutzungserlebnis soll beim nächsten Mal wieder dazu führen, dass die Anwender einen interessanten Artikel lieber komplett auf Facebook lesen, als dass sie auf eine andere Seite wechseln.
Die Anbieter von Inhalten müssen nun wohl sehr genau abwägen, was ihnen letztlich mehr bedeuten wird: Mehr Leser und womöglich auch höhere Werbeeinnahmen durch eine Verbreitung der eigenen Inhalte auf Facebook oder die Wahrung einer gewissen Unabhängigkeit von dem Social Network - die in vielen Fällen ohnehin nur sehr bedingt ist.
Infografik: Facebook: Desktop- und Mobile-Nutzer
Zukünftig sollen Inhalte-Anbieter ihre Artikel komplett auf der Plattform bereitstellen und nicht mehr wie bisher, lediglich Links zu ihren eigenen Webseiten posten. Um den Publizierenden diese Strategie schmackhafter zu machen, ist man bei Facebook sogar bereit, bei der Werbung auf das bisherigen Modell einer Teilung der Einnahmen zu verzichten, berichtete das gewöhnlich gut informierte Wall Street Journal.
Facebook ist für viele Betreiber von Nachrichten-Seiten bereits zu einer nicht zu verachtenden Quelle an Besuchern geworden. Bei Facebook sieht man es aber als Problem an, dass Nutzer, die auf einen Link zu einem Artikel klicken, vor allem auf Mobilgeräten oft lange warten müssen, bis ihnen die jeweiligen Inhalte angezeigt werden. Man ist überzeugt, dass schneller geliefert werden kann, wenn die Inhalte in die eigene Plattform integriert werden.
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Um die Publisher auf seine Plattform zu locken, verzichtet Facebook in dem Projekt auf seinen 30-prozentigen Umsatzanteil an der Werbung im Umfeld der jeweiligen Inhalte. Die gesamten Einnahmen sollen also den Inhalte-Lieferanten zugutekommen. Das kann sich durchaus als Gewinn für die Partner entpuppen - denn keiner versteht es derzeit so gut wie Facebook, auf mobilen Plattformen mit Werbung Geld zu verdienen. Der Umsatz des Konzerns wird bereits zum überwiegenden Teil auf Smartphones und Tablets generiert.
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Die Anbieter von Inhalten müssen nun wohl sehr genau abwägen, was ihnen letztlich mehr bedeuten wird: Mehr Leser und womöglich auch höhere Werbeeinnahmen durch eine Verbreitung der eigenen Inhalte auf Facebook oder die Wahrung einer gewissen Unabhängigkeit von dem Social Network - die in vielen Fällen ohnehin nur sehr bedingt ist.
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