JIM-Studie 2014: Online-Mobbing bei Jugendlichen nimmt weiter zu
Mit der JIM-Studie wird einmal im Jahr ermittelt, wie es um die Medien-Nutzung von deutschen Jugendlichen bestellt ist. Im vergangenen Jahr ist einmal mehr ein Einstieg beim Thema "Internet-Mobbing" zu verzeichnen. Jeder sechste Jugendliche wurde im Netz beleidigt.
Passend zu dieser Steigerung geben auch immer mehr Jugendliche an, besonders heftige Mobbing-Fälle beobachtet zu haben. 38 Prozent wollen persönlich mitbekommen haben, wie andere Jugendliche im Netz systematisch fertiggemacht wurden. Mit sieben Prozent bleibt die Anzahl derjenigen, die solche heftigen Attacken selber ertragen mussten, aber unverändert.
Raue Online-Sitten
Seit 1998 wird von Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg die JIM-Studie durchgeführt, die einmal im Jahr den Umgang von Jugendlichen mit Medien und Informationen näher beleuchten soll. In der aktuellen Studie zeigt sich einmal mehr: Neben unzähligen Vorteilen bietet das Netz auch eine gute Plattform für Gemeinheiten. So geben 17 Prozent der Zwölf- bis 19-Jährigen an, dass im letzten Jahr über sie Falsches oder Beleidigendes im Netz verbreitet wurde. Damit ist mittlerweile jeder sechste Jugendliche persönlich mit dem Thema Mobbing in Kontakt gekommen. Im letzten Jahr hatte nur jeder achte befragte Jugendliche ähnliche Netz-Erlebnisse - ein Wert von 12 Prozent. Ein Unterschied zwischen Jungen und Mädchen ist bei diesem Thema übrigens nicht festzustellen. Besonders betroffen ist aber die Altersgruppe der 16- bis 17-Jährigen. Hier wollen im vergangenen Jahr 22 Prozent im Netz persönlich beleidigt oder denunziert worden sein.Passend zu dieser Steigerung geben auch immer mehr Jugendliche an, besonders heftige Mobbing-Fälle beobachtet zu haben. 38 Prozent wollen persönlich mitbekommen haben, wie andere Jugendliche im Netz systematisch fertiggemacht wurden. Mit sieben Prozent bleibt die Anzahl derjenigen, die solche heftigen Attacken selber ertragen mussten, aber unverändert.
Andere Aspekte unter der Lupe
Neben dem Thema Mobbing gibt die neue Studie auch in anderer Hinsicht Auskunft. Ein Punkt ist dabei besonders interessant - widerspricht er doch dem Klischee, dass Jugendliche neben dem Netz nicht bewusst genug mit Nachrichten und Informationen umgehen: Auf die Frage, welchen Medien man das meiste Vertrauen schenken würde, kennen 40 Prozent der Zwölf- bis 19-Jährigen nur eine Antwort: die gute alte Tageszeitung.
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