Cybercrime: Sabotage & Erpressung legen zu, Phishing feiert Comeback

Polizei, Kriminalität, Absperrung Bildquelle: Alan Cleaver / Flickr
Die deutschen Behörden verzeichnen weiterhin zunehmende Fallzahlen im Bereich der Internet- und Computer-Kriminalität. Vor allem in den Bereichen Sabotage und der Erpressung von Nutzern seien starke Steigerungen zu verbuchen, vermerkt das aktuelle "Lagebild Cybercrime" des Bundeskriminalamtes (BKA) für das Jahr 2013.
Nach einem vorübergehenden Rückgang erlebt auch das das Phishing ein Comeback, wobei hier auch immer raffiniertere Methoden zum Einsatz kommen. BKA-Präsident Jörg Ziercke bescheinigte den Kriminellen in dem Gebiet, professionell und flexibel auf neue Sicherheitsstandards zu reagieren und das Vorgehen schnell den geänderten Rahmenbedingungen anzupassen.

Das Gesamtbild sieht erst einmal nicht sonderlich dramatisch aus. So verzeichnet die Polizeiliche Kriminalstatistik für das letzte Jahr mit insgesamt 64.426 Fällen im gesamten Spektrum lediglich eine Steigerung um rund 1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Polizeiliche Ermittlungen und verschiedene Studien weisen jedoch auf ein großes Dunkelfeld hin.

Bei einzelnen Deliktsformen seien aber deutliche Anstiege bei den Fallzahlen zu verzeichnen: In den Bereichen "Fälschung beweiserheblicher Daten, Täuschung im Rechtsverkehr bei Datenverarbeitung" eine Steigerung von 15 Prozent auf 9.779 Straftaten sowie bei der "Datenveränderung/Computersabotage" ein Anstieg um 18 Prozent auf 12.766 Straftaten, hieß es.

Eine deutliche Zunahme verbuchten die Behörden auch beim Phishing im Zusammenhang mit dem Online-Banking. Für 2013 wurden dem Bundeskriminalamt 4.096 solcher Sachverhalte gemeldet. Das entspricht einer Zunahme um rund 19 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dies geht im Wesentlichen darauf zurück, dass die Täter sich schnell auf neue Entwicklungen einstellten und sehr erfolgreich darin waren, die neu eingeführten mTAN-Verfahren anzugreifen.

Einen immer größeren Schwerpunkt bildet laut der Statistik auch die Wirtschaftsspionage. "Insbesondere der hoch spezialisierte deutsche Mittelstand mit seinen vielen Hidden Champions in den Bereichen Maschinenbau, Elektrotechnik oder Fahrzeugbau ist ein beliebtes Angriffsziel", erklärte Dieter Kempf, Chef des IT-Branchenverbandes BITKOM. Nach einer Umfrage der Organisation vom Jahresanfang verzeichneten 30 Prozent der Unternehmen ab 20 Mitarbeitern in den vergangenen zwei Jahren IT-Sicherheitsvorfälle. Kleinere und mittlere Unternehmen mit 20 bis 499 Mitarbeitern sind mit einem Anteil von 31 Prozent deutlich stärker betroffen. Bei den großen Unternehmen ab 500 Mitarbeitern sind es nur 11 Prozent. Polizei, Kriminalität, Absperrung Polizei, Kriminalität, Absperrung Alan Cleaver / Flickr
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