OK Cupid-Gründer stellen PGP-Dienst Keybase vor

Verschlüsselung, Pgp, Keybase Bildquelle: Keybase
Die Gründer der etwas anderen Dating-Webseite OK Cupid haben nun ein anderes Projekt vorgestellt. Keybase heißt die Mischung aus Webseite-Service und Client, der PGP-Verschlüsselung massentauglich machen möchte.
Keybase ist wie der Namen schon erahnen lässt eine Zentrale, in der angemeldete und verifizierte Nutzer ihren PGP-Schlüssel ablegen können. Der Key kommt auf eine eigene Profilseite und ist somit frei zugänglich - man muss dazu nur weitere Accounts zur Identitätsprüfung verknüpfen. Beispielsweise geht das mit Twitter oder auch GitHub. Dazu wird ein Open-Source-Client angeboten, mit dem man Nachrichten, Videos, oder auch Code einfach verschlüsseln, signieren, verifizieren und decodieren kann. Keybase PGP Damit wollen die beiden Gründer Mac Krohn und Chris Coyne die Einstiegshürden senken, die PGP schon rein technisch ohne den Verwaltungsaufwand an die Nutzer stellt. In einem Interview mit Wired haben sie ihre noch in der Beta-Phase befindliche Keybase vorgestellt und Vorteile erläutert.

Die Sorge um die eigenen Daten ist nach den NSA-Skandalen noch immer groß. Dennoch schrecken zu viele Nutzer vor der eigentlich einfachsten und zuverlässigen Sicherheitsmaßnahme der Verschlüsselung der eigenen Daten beispielsweise mit PGP zurück.

"PGP gibt es schon seit 1991, aber es sind noch immer nur eine kleine Anzahl von Krypto-Enthusiasten, die besorgt genug sind, um die Komplikation rund um die Einrichtung in Kauf zu nehmen", sagt Informatiker Max Krohn im Interview mit Wired. "Ich denke, dass sich das im letzten Jahr begonnen hat zu ändern, als den Menschen klar wurde, dass sie kein Vertrauen in ihre Hosting-Anbieter haben können."

Vertrauen

Keybase will den Nutzer genau dort abholen. Einige Anfängerprobleme, wie Schlüssel auf ihre Richtigkeit hin zu überprüften, übernimmt Keybase für den Anwender. Die bei Keybase gesammelten Schlüssel sind vertrauenswürdig, und zwar in dem Sinne, dass sie von einer verifizierten Person stammen. Keybase bietet also einen Service, der Vertrauen schaffen soll, dem man aber auch starkes Vertrauen entgegen bringen muss: denn der eigene private Schlüssel wird ebenfalls hinterlegt, letztendlich auch um den Client aktiv zum Ver- und Entschlüsseln und zum Signieren verwenden zu können.

Die Datenbank bietet als eine Art Fallback-Lösung eine Kontaktmöglichkeit zwischen den Nutzern, falls eine Seite ihren privaten Schlüssel verliert und dementsprechend Kontakte warnen möchte. Keybase PGP Die Entwickler sind sich natürlich darüber im Klaren, dass ihr Dienst zunächst auch nur ein bestimmtes Klientel ansprechen wird. Denn der Service setzt neben einem derzeit per Einladung erhältlichen Account unter anderem Node.js und GPG voraus. Die dazu vorgegebene Verknüpfung mit Twitter oder Github werden nur wenige Anwender nutzen. Der Weg, den Keybase bietet, ist dann aber ein überaus bequemer.

Kostenfrei, derzeit nur auf Einladung

Keybase ist komplett kostenfrei. Einladungen gibt es bei bereits angemeldeten Nutzern, dafür lohnt sich ab und an ein Blick in die Twitter-Timeline (Suche nach Keybase Invites). Oder man meldet sich auf der Webseite für die Beta-Testphase an, reiht sich dann aber in eine Warteschlange ein. Verschlüsselung, Pgp, Keybase Verschlüsselung, Pgp, Keybase Keybase
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