Google: Code knackt Captchas besser als Menschen
Jedem sind Captchas im Netz schon einmal begegnet. Mit den verzerrten Zeichen sollen Server vor Spam-Attacken geschützt werden. Google hat jetzt aber einen Algorithmus entwickelt, der die Bilderabfrage besser löst als Menschen.
Die Reaktion der Captcha-Entwickler: Sie machen die Bilderrätsel mittlerweile so schwer, dass selbst wir Menschen beim Lösen unsere Probleme haben. Jetzt könnte allerdings Google dafür sorgen, dass die Captchas in ihrer heutigen Form endgültig aus dem Netz verschwinden.
Ursprünglich war das System für den Dienst Google Maps entwickelt worden, um beispielsweise schwer lesbare Straßenschilder und Hausnummer auf den Aufnahmen erkennen und automatisch auslesen zu können. Google hatte hier in der Vergangenheit auch den Weg gewählt, die Nutzer bei Captcha-Abfragen verschwommene Aufnahmen aus Maps enträtseln zu lassen.
Wie die Forscher jetzt in einem ausführlichen Bericht (PDF) schreiben, kann der neue Algorithmus selbst unter schwierigsten Bedingungen noch gut 90 Prozent aller Buchstaben und Zahlen in einem Maps-Bild erkennen.
Wie Google betont, waren Captchas für ein Jahrzehnt das beste Mittel, um Mensch von Maschine zu unterscheiden. Diese Ära nimmt jetzt ihr Ende. Bald dürfen wir uns also wahrscheinlich über neue Methoden ärgern, die uns als Mensch ausweisen.
Beweismittel praktisch nutzlos
Bisher werden Captchas praktisch als ultimatives Beweismittel eingesetzt, um Menschen von Maschinen zu unterscheiden. Jetzt zeigt sich aber immer öfter, dass die sicherheitsrelevanten Bilderrätsel nicht nur bei der Beliebtheit unter Nutzern echte Schwächen zeigen. Erst Ende letzten Jahres hatte die Firma Vicarious verkündet, Captchas mit einer Software so gut wie immer lösen zu können. Die Erfolgsquote lag hier bei rund 90 Prozent.Die Reaktion der Captcha-Entwickler: Sie machen die Bilderrätsel mittlerweile so schwer, dass selbst wir Menschen beim Lösen unsere Probleme haben. Jetzt könnte allerdings Google dafür sorgen, dass die Captchas in ihrer heutigen Form endgültig aus dem Netz verschwinden.
Bessere Trefferquote als Menschen
Der Internet-Konzern will mit einem neuen Algorithmus fast 99,8 Prozent aller Captcha-Abfragen lösen können. Damit ist Googles digitaler Bilderrätsel-Knacker, den die Forscher am hauseigenen reCaptcha-System ausgiebig getestet haben, bei Weitem erfolgreicher als Menschen beim Lösen der verzerrten Codewörter.Ursprünglich war das System für den Dienst Google Maps entwickelt worden, um beispielsweise schwer lesbare Straßenschilder und Hausnummer auf den Aufnahmen erkennen und automatisch auslesen zu können. Google hatte hier in der Vergangenheit auch den Weg gewählt, die Nutzer bei Captcha-Abfragen verschwommene Aufnahmen aus Maps enträtseln zu lassen.
Wie die Forscher jetzt in einem ausführlichen Bericht (PDF) schreiben, kann der neue Algorithmus selbst unter schwierigsten Bedingungen noch gut 90 Prozent aller Buchstaben und Zahlen in einem Maps-Bild erkennen.
Captcha braucht einen kompletten Neustart
Nach dem aktuellen Durchbruch der Forscher sind Captcha-Abfragen zumindest in ihrer jetzigen Form endgültig nutzlos geworden. Natürlich verfügt nicht jeder über das Know-how von Google. Es ist aber nur eine Frage der Zeit, bis die Bilderrätsel auch von Menschen mit bösen Absichten automatisch geknackt werden können.Wie Google betont, waren Captchas für ein Jahrzehnt das beste Mittel, um Mensch von Maschine zu unterscheiden. Diese Ära nimmt jetzt ihr Ende. Bald dürfen wir uns also wahrscheinlich über neue Methoden ärgern, die uns als Mensch ausweisen.
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