Apple: Neue Vorwürfe gegen Display-Zulieferer

Produktion, Foxconn, Arbeiter Bildquelle: N­icola­s Bou­llosa­
Erneut hat eine Menschenrechtsorganisation auf Missstände bei einem Zulieferer für die iPhone-Produktion des US-Computerkonzerns Apple aufmerksam gemacht. In diesem Fall geht es um einen Display-Zulieferer, dessen Mitarbeiter unter extrem schlechten Bedingungen tätig sein sollen.
Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf einen Bericht der Akivisten der Organisation Students & Scholars Against Corporate Misbehaviour (SACOM) meldet, wirft man der in Hong Kong ansässigen Firma Biel Crystal Manufactory Ltd vor, dass deren Mitarbeiter an sieben Tagen in der Woche in 11-Stunden-Schichten die Glassabdeckungen für das Display des iPhone bauen müssen.

Die Mitarbeiter von Biel Crystal erhalten demnach nur jeweils einen Tag im Monat frei. Außerdem komme es häufig zu Verletzungen, wobei keine ausreichende Entschädigung erfolgt. Hinzu kommt angeblich, dass die Angestellten ihre Unterschrift unter Blanko-Verträge setzen müssen. SACOM zufolge gab es außerdem seit 2011 an einem Standort im chinesischen Guangdong zu mindestens fünf Selbstmorden von Mitarbeitern der Firma.

Biel Crystal hat nach eigenen Angaben mehr als 60.000 Mitarbeiter und betreibt zwei Fertigungsstandorte in Guangdong und der Metropole Shenzhen. Es gab bereits mehrfach massive Kritik an Apples Fertigungspartnern und der angeblichen mangelnden Kontrolle durch das Unternehmen selbst. Unter anderem waren die Zustände beim wichtigsten Apple-Partner und weltgrößten Vertragsfertiger Foxconn ebenfalls wegen einiger Selbstmorde Thema.

Apple konnte kein konkretes Statement zu seiner Kooperation mit Biel Crystal abgeben. Stattdessen hieß es, dass man derartige Fälle gründlich untersuche und darauf besteht, von den Zulieferern sichere Arbeitsbedingungen garantiert zu bekommen. Die Mitarbeiter müssten außerdem mit Würde und Respekt behandelt werden, so Apple in einer Stellungnahme. Auch die Verwendung von umweltverantwortlichen Fertigungsmethoden sei Grundvoraussetzung für die Kooperation mit Apple.

Man prüfe in jedem Jahr mehr Fertigungsstätten von Partnern, wobei Apples Inspekteure auch immer weiter in die Tiefen der Zulieferkette vorstoßen. Dadurch würde die Messlatte für die Zulieferer auch zunehmend höher gelegt. Allein 2012 habe es 393 Prüfbesuche bei Zulieferern aus aller Welt gegeben, so die Firmensprecherin. Produktion, Foxconn, Arbeiter Produktion, Foxconn, Arbeiter N­icola­s Bou­llosa­
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