Apple: Neue Vorwürfe gegen Display-Zulieferer

Erneut hat eine Menschenrechtsorganisation auf Missstände bei einem Zulieferer für die iPhone-Produktion des US-Computerkonzerns Apple aufmerksam gemacht. In diesem Fall geht es um einen Display-Zulieferer, dessen Mitarbeiter unter extrem schlechten ... mehr... Produktion, Foxconn, Arbeiter Bildquelle: N­icola­s Bou­llosa­ Produktion, Foxconn, Arbeiter Produktion, Foxconn, Arbeiter N­icola­s Bou­llosa­

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Ich verstehe zwar durchaus, dass man mit dem Namen Apple weit mehr Menschen erreicht und so auf Misstände besser aufmerksam machen kann, jedoch hat in meinen Augen diese Firma und nicht Apple dafür zu sorgen bzw muss kritisiert werden, dass die Arbeitsbedingunen besser werden. Man kann das auch durchaus als Schmutzkampagne intepretieren und sowas schadet einfach dem Ruf einer Firma, obwohl diese nicht direkt dafür können.
 
@Ex!Li: das ist korrekt, jede Firma "bewirbt" sich als Zulieferer zu bestimmten Konditionen bzw. als Auftragsfertiger... da wird man für den kurzen Einblick wohl auch nicht feststellen können, welche Bedingungen da vorherrschen... Aber eines dürfte wohl klar sein: Wer billig produzieren lässt (egal welche Firma), der nimmt solche Missstände auch in Kauf, denn dann ist nur noch der Gewinn interessant - Realität eben... Die Aktionäre wollen Gewinne sehen und das geht nun einmal zu lasten der letzten in der Kette der Hierarchie.
 
@chippimp: Das Problem bleibt aber dennoch... In den Verträgen wird ja nur festgehalten was (in diesem Fall) Display kosten. Man weiß doch nun gar nicht ob die wirklich billig waren? Das wird nirgendwo gesagt... Vielleicht hat Apple auch einen üblichen Preis bezahlt, der Firmenboss hat aber nun den 7ten Mercedes SLS vor seiner Tür stehen. Es wird immer so hingestellt als wenn die armen Leute da über den Tisch gezogen werden, ich kann mir aber gar nicht vorstellen das "Herr Foxconn" ein total armer unbedarfter Typ ist der von einem Vertrag mit dem er Minus macht in den nächsten rutscht und deshalb Gehälter kürzen muss... bei seinem 600.000 Mann starken Imperium das er leitet... oder in diesem Fall Herr Biel Crystal...
 
@Yamben: der letzte Satz sagt ganz klar, wie es heute ausschaut: den letzten beißen die Hunde und das sind oft die Arbeiter... ich sage ja nicht, dass Apple/Samsung/LG oder sonst wer, der Preistreiber ist. Ich kann mir vorstellen, dass die Produkte da schon so weit geplant werden, dass man die Kalkulation schon plant, bevor auch nur ein Gerät produziert wurde. Jeder zahlt eben einen Preis und die Geldgier der Auftragsfertiger (jeder will ja Gewinn machen), sorgt dann für die schlechten Bedingungen. Wenn du in einer Werkstatt die Preise von BMW, Mercedes oder gar Audi zahlst, dann gehst du davon aus, dass das Hand und Fuß hat, was dort gemacht wird und kein Pfusch oder Murks. Was dann aber hinter den Kulissen diktiert wird, ist ne andere Sache und für dich nicht beeinflussbar - so ist es auch für Apple und andere Firmen, die Subunternehmer benötigen zur Fertigung...
 
@Ex!Li: Wenn jetzt nun die Fertigungskosten steigen (zum wohle der Arbeiter), dann sucht sich Apple eben eine andere Firma aus wo sie kräftig Kosten einsparen können um die Aktionäre zufrieden zu stellen. Die wissen genau, dass dies nur auf Kosten der Arbeiter geht. Und nun sag mir, dass Apple nichts damit zu tun hat. Apple nimmt unwürdige Arbeitsbedingungen in Kauf.
 
@Sapo: Du hast doch auch Elektronikgeräte und Bekleidung zu Hause? Achtest du etwa auf die Arbeitsbedingungen? Natürlich hat Apple damit was zu tun, aber die sind nicht die "beteiligten". Wenn Apple den Arbeitern helfen will, müssen die erstmal an vielen Foxconn-Manager- (Verteidigungs)-Linien vorbei. Btw: Solche Fälle passieren auch direkt in Samsung Fabriken. Da sind also feste Samsung Mitarbeiter betroffen. Aber das wolltest du jetzt wahrscheinlich nicht hären ;)
 
@Sapo: Wann hat Apple zuletzt Kohle an die Aktionäre ausgespuckt? Und wenn die Zulieferer sich durch das massive Ausbeuten Vorteile verschaffen bei der Vertragsvergabe, kann Apple dafür nichts (oder Microsoft, Sony, Samsung, Nokia .... ) Wenn KEINE diese Zuliefererfirmen solche Bedingungen in ihren Firmen zulassen würde, wären ALLE auf einem anderen Preisniveau. Also sind doch die sich bewerbenden Zulieferer schuld. Und ich möchte Wetten, wenn Du Eier, Brot und Milch kaufst, fragst Du auch nicht danach, ob der Bauer oder Bäcker von dem Geld hervorragend leben kann, oder?
 
@Sapo: Du lebst völlig an der Realität vorbei. Es werden Angebote eingeholt und dann entschieden, wo der Auftrag hingeht. So läuft es in absolut JEDER Firma ab. Bei Apple muss natürlich nach den ganzen Schmutzkampagnen ebenfalls die Bedingungen in Erwähgung gezogen werden, da schlechte PR nicht gut ist und eventuel einem teurer zustehen kommt, als der Verlust bei einem anderen Zulieferer.
 
Ich verstehe den Teil mit den Selbstmorden nicht, haben die Arbeiter in ihren Abschiedsbriefen/-videos/-whatever erwähnt, dass sie es nicht mehr aushalten für Apple zu arbeiten bzw. für deren Zulieferer oder gab es familiäre Gründe oder oder. Das der Teil mit den 11h 7 Tage die Woche nicht geht ist denke ich allen klar, was Apple dafür kann ist wieder da auch die Frage.
 
@Knerd: Immerhin gehört Apple - wie wohl die meisten westlichen Konzerne - zu denen, die u. a. mit "sauberen" Zuständen und regelmäßigen Kontrollen in der Fertigung ihrer Produkte werben. Und an diesem Fall sieht man mal wieder, dass das offensichtlich auch bei IT-Firmen nicht die Bohne wahrer ist als in der Textilindustrie. Wenn man schon solche Behauptungen aufstellt, muss man das eben auch konsequent durchziehen. Es kann nicht sein, dass die alle im Prinzip gar nicht wirklich wissen, wer ihr Zeug auf welche Art und Weise zusammenkloppt. Und das gilt - wie gesagt - natürlich nicht nur für Apple.
 
@DON666: Na ja, Apple hat nie dafür geworben. Früher hat es auch niemanden interessiert. Wenn man bei jeder Meldung Apple erwähnt (wie hier), dann braucht man sich nicht zu wundern, wenn Apple dagegen halten muss. Diese Seite gabs früher bei Apple gar nicht: http://goo.gl/HpD0EO
 
Crystal Manufactory wird ja auch nicht für Apple, sondern für Sharp oder LG arbeiten, von denen doch das Display für das 5S letztenendes kommt, oder? Wenn da nicht sogar noch irgendeine Firma zwischensteckt..
 
Hätte ich ein Unternehmen, würde ich genau dort produzieren, wo auch Apple produzieren lässt. Man kann die Mitarbeiter versklaven und am Ende heißt es eh, dass es ein "Apple Zulieferer" und das alles Apples Probleme seien. Wenn die Fälle extrem sind, dann übernimmt sogar Apple die Bezahlung der Zulieferer-Mitarbeiter und ich kann meine Produkte noch günstiger verkaufen...Samsung und Co kamen wohl vor mir auf so eine Idee.
 
@gola: Es hängt davon ab, wieviele Klicks die Nennung deines Namens im Newstitel bringt, ob du, oder jemand anders schuld ist ;)
 
der reichtum des westens beruht auf die ausbeutung mancher länder. sei es kleidung, technik oder nahrung. das sollte man sich bewusst machen und nicht ignorieren. wir stehen im wettbewerb. ohne die günstigen preise dort wären unsere produkte noch teurer
 
@g100t__: Ich hätte kein Problem mit 1000 Euro für nen Smartphone Made in Germany.
 
@iPeople: Ach ja? Wenn da nur nicht der miese Lohn bei vielen Menschen wäre. Mag ja vielleicht sein, dass Du gut verdienst, das trifft aber eben nicht auf alle zu. Ich würde ja auch gerne, wenn ich könnte usw... Die Liste ist lang... Aber es geht leider nicht bei jedem... Heute muss man (leider) sparen wo man kann. Das ist leider der Teufelskreis. Ich bin der Meinung, wenn wir schon für Qualität bezahlen müssen, damit wir kein schlechtes Gewissen den Chinesen oder Japaner gegenüber bekommen, dann sollten wir auch endlich mal für unsere harte Arbeit vernünftig entlohnt werden. Würden wir alle gut verdienen, so würden wir auch bereit sein, mehr zu bezahlen und vielleicht würde das den einen oder anderen Menschen in China und co auch zu Gute kommen. Das ist der Punkt!
 
@oOTrAnCe4LiFeOo: Ein Smartphone ist doch keine lebensnotwendige Anschaffung. Wer niedrigen Lohn hat, kann es sich halt nicht leisten. Andersrum betrachtet wären aber auch mehr Leute in der produktion tätig, würden die Dinger hier gefertigt. Außerdem hast Du den teufelskreis von der falschen Seite her aufgerollt ... denn erst hat der Konsument gespart, danach mussten die Firmen abwandern. In den 1980ern gabs noch gute Löhne und produktion in Deutschland. Trotzdem haben die Leute vermehrt billigere Güter aus Asien gekauft. Grundig und Co sind nicht pleite gegangen, weil die Leute so gerne mehr geld ausgegeben haben, obwohl eine grundig Fine Arts eine Sony Anlage um Längen geschlagen hat.
 
Tja so ist das. Kommt Tim Cook und seine Delegation zu Besuch in so einer Fabrik in Asien, ist alles gewischt und gewienert. Alle Arbeiter haben ein lachen im Gesicht und loben auf Nachfrage ihr Arbeitsumfeld. Kaum sind die hohen Herren aus dem fernen Cuppertino wieder verschwunden, werden andere Bandagen angelegt.
So wars doch damals in der DDR auch. Wenn der Honecker sich in irgend welchen Betrieben angekündigt hat, war alles bestens ! Übererfüllung, Produktion brummt. Die haben ihm das blaue vom Himmel runter gelogen.
Wie es wirklich um die DDR bestellt war wusste der kaum.
 
@Nania: Tja, und die selben Trottel, die beim Besuch gegrinst haben, haben abends am Stammtisch darüber hergezogen, dass der Honni genau weiß, wie es dem Volk geht, aber nichts tut. Übrigens, das ist heute immernoch so, in der BRD. Brauchst also gar nicht historisch werden.
 
@iPeople: ;_)
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