Apple hat die Geschäftsbeziehungen zu einem seiner Zulieferer beendet, weil das Unternehmen in einer Vielzahl von Fällen minderjährige Arbeiter beschäftigt hat. Offenbar wurden sogar Altersnachweise gefälscht, um den Kindern und Jugendlichen eine Anstellung bei dem Lieferanten zu verschaffen.
Wie Apple in einem Bericht zur Lage bei seinen chinesischen Zulieferern meldet, hat man die Geschäftsbeziehungen zu der Firma Guangdong Real Faith Pingzhou Electronics (PZ) aufgegeben, weil im Lauf des Jahres 2012 in 74 Fällen ein Verstoß gegen die Vorschriften gegen die Beschäftigung von Minderjährigen festgestellt wurde.
Nach Angaben von Apple hat einer der größten Personaldienstleister der Region um die Millionenmetropole Shenzhen die minderjährigen Mitarbeiter an PZ vermittelt. Das Unternehmen half den Familien angeblich sogar dabei, die zur Altersprüfung verwendeten Dokumente zu fälschen. Insgesamt wurden in 11 Produktionsstätten Minderjährige eingesetzt, wobei es 106 aktive und 70 frühere Fälle gibt.
Apple hat allein im Jahr 2012 insgesamt 393 Überprüfungen der Zustände in den Fabriken seiner Zulieferer durchgeführt, was einem Anstieg um 72 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Nach Angaben des Unternehmens werden die Vorgaben zur maximalen Wochenarbeitszeit von 60 Stunden inzwischen in 92 Prozent der Fälle eingehalten.

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