ScreenX: Kinofilme kommen im Panorama-Format

3d, Kino, Kinosaal, Sessel Bildquelle: Bartosch Salmanski / Flickr
Die Filmindustrie ist bei 3D-Inhalten offenbar noch längst nicht am Ende ihrer Vorstellungskraft angekommen, wenn es darum geht, Kinofilme immer imposanter zu präsentieren. Jetzt wird mit dem ScreenX-Format experimentiert.
Dabei geht es schlicht darum, den jeweiligen Film zu einem Panorama-Erlebnis zu machen und eine Wiedergabefläche zu 270 Grad um das Publikum herum aufzuspannen, in dem nicht nur die übliche Leinwand, sondern auch die Seitenwände des Kinosaales mit bespielt werden. Die erste Vorführung dieser Art fand nun in Südkorea statt, berichtete das Wall Street Journal.

Auf dem Busan International Film Festival feierte "The X" Premiere. Dabei handelt es sich um einen 30-minütigen Thriller, der im Grunde nur gedreht wurde, um das ScreenX-Verfahren zu testen. Der koreanische Kult-Filmemacher Kim Jee-woon erprobte in dem Streifen verschiedene Varianten, wie die zusätzliche Bildfläche eingesetzt werden kann. Wie man im Trailer erkennen kann, ist es dabei durchaus nicht so, dass sich das gesamte Filmgeschehen auf die volle Bildbreite ausdehnt.

Die eigentliche Handlung findet weiterhin ausschließlich auf der Hauptleinwand statt. In passenden Momenten werden dann aber die Seitenwände mit einbezogen, um die Atmosphäre zu steigern - etwa wenn einer der Protagonisten im Film mit einer Taschenlampe in Richtung der Kameraperspektive leuchtet und der Lichtkegel sich plötzlich an den Seitenwänden fortsetzt. Auch in Action-Szenen wird die Sicht erweitert.


Für die Film-Crew ist das Format eine Herausforderung. So wurden Szenen teilweise mit drei Kameras gleichzeitig gedreht, wobei nicht nur darauf geachtet werden musste, dass niemand am Set im Bild steht. Auch die Beleuchtung und andere Technik konnte nicht mehr so platziert werden, wie man es gewohnt ist. "Da war eine Menge Trial-and-Error im Spiel", berichtete der Produzent.

Auch die Technik im Kino musste für das neue Format deutlich aufgerüstet werden. So benötigt man zwei weitere Projektoren, die geschickt platziert werden müssen, sowie einen Server, der die Synchronisation der Bilder überwacht. Außerdem müssen die Sitze oft etwas anders angeordnet werden, da jene Zuschauer, die im normalen Kino weiter vorn an der Seite sitzen keine gute Perspektive haben, um die neuen Effekte zu erleben. Inzwischen wird allerdings der erste Film in voller Länge in einer ScreenX-Version geplant und die Kino-Kette CJ CGV rüstet 22 Filmtheater in Südkorea um. 3d, Kino, Kinosaal, Sessel 3d, Kino, Kinosaal, Sessel Bartosch Salmanski / Flickr
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