GTA 5: Altersfreigabe wird von vielen Eltern ignoriert
Der neue Spielehit Grand Theft Auto 5 ist wohl auch ein Beleg dafür, wie es um das Ernstnehmen des Jugendschutzes durch die Gesellschaft bestellt ist. Viele Eltern kaufen den Titel stellvertretend für ihre Kinder.
Das Spiel richtet sich wie kaum ein anderes auf dieser Popularitäts-Skala an ein erwachsenes Publikum. Trotz einer entsprechenden Kennzeichnung gerät GTA 5 aber in die Hände eines sehr jungen Publikums. Schuld daran sind allerdings weniger verantwortungslose Händler, die Jugendschutz-Richtlinien zugunsten ihres Umsatzes ignorieren, oder eine freie Verfügbarkeit im Internet - sondern die Eltern.
In einem besorgten Gastbeitrag im Spielemagazin Kotaku berichtet ein Mitarbeiter eines Spielehändlers, der nicht namentlich genannt werden will, über seine Erfahrungen. Demnach seien in der Filiale, in der er arbeitet, bisher über tausend Kopien von GTA 5 verkauft worden. Etwa ein Zehntel dessen wurde seiner Schätzung zufolge an Erwachsene verkauft, die den Titel ganz eindeutig stellvertretend für ihre Kinder erwarben.
Die Minderjährigen, für die der Einkauf offenbar bestimmt war, hätten zum Teil kaum über seine Ladentheke schauen können. Hinweise auf die Altersbeschränkung hätten dabei nicht gefruchtet. Daher habe er seinen Schilderungen zufolge versucht, über die konkreten Inhalte zu informieren.
"Ich habe also darauf hingewiesen, dass einen das Spiel aus direkter Perspektive mit Strippern in Kontakt bringt oder dass es auch eine Mission gibt, in der man andere Menschen foltert", berichtete der Verkäufer. "Als Antwort bekomme ich dann meist zu hören: 'Oh, das ist für meinen älteren Sohn' oder 'Aber alle seine Freunde haben es doch auch'."
Die Erlebnisse dieses Händlers dürften keineswegs ein Einzelfall sein. Nach Einschätzung verschiedener Insider der Gaming-Branche zeigt sich hier eines der wohl größten Probleme für den Jugendschutz, das einer noch deutlicheren und intensiveren Aufklärungsarbeit bedarf.
In einem besorgten Gastbeitrag im Spielemagazin Kotaku berichtet ein Mitarbeiter eines Spielehändlers, der nicht namentlich genannt werden will, über seine Erfahrungen. Demnach seien in der Filiale, in der er arbeitet, bisher über tausend Kopien von GTA 5 verkauft worden. Etwa ein Zehntel dessen wurde seiner Schätzung zufolge an Erwachsene verkauft, die den Titel ganz eindeutig stellvertretend für ihre Kinder erwarben.
Die Minderjährigen, für die der Einkauf offenbar bestimmt war, hätten zum Teil kaum über seine Ladentheke schauen können. Hinweise auf die Altersbeschränkung hätten dabei nicht gefruchtet. Daher habe er seinen Schilderungen zufolge versucht, über die konkreten Inhalte zu informieren.
"Ich habe also darauf hingewiesen, dass einen das Spiel aus direkter Perspektive mit Strippern in Kontakt bringt oder dass es auch eine Mission gibt, in der man andere Menschen foltert", berichtete der Verkäufer. "Als Antwort bekomme ich dann meist zu hören: 'Oh, das ist für meinen älteren Sohn' oder 'Aber alle seine Freunde haben es doch auch'."
Die Erlebnisse dieses Händlers dürften keineswegs ein Einzelfall sein. Nach Einschätzung verschiedener Insider der Gaming-Branche zeigt sich hier eines der wohl größten Probleme für den Jugendschutz, das einer noch deutlicheren und intensiveren Aufklärungsarbeit bedarf.
Thema:
Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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