Gamer verbringen nicht zu viel Zeit mit dem Spielen

Das Klischee vom Computer-Spieler, der seine Freizeit fast nur vor dem Bildschirm verbringt, trifft nur in Einzelfällen zu. Im Vergleich zeigt sich, dass die Nutzungszeiten sogar vergleichsweise gering sind.

So verbringen Gamer im Durchschnitt 110 Minuten Zeit pro Tag mit ihrem Hobby. Bei männlichen Spielern sind es 120 Minuten. Mit 93 Minuten spielen Frauen am Tag fast eine halbe Stunde weniger. So lautet das Ergebnis einer repräsentativen Untersuchung der Marktforschungsabteilung des IT-Branchenverbandes BITKOM.

Auch zwischen den Generationen sind die Spielzeit-Unterschiede deutlich. Die 14- bis 19-Jährigen spielen mit 136 Minuten im Schnitt am längsten. Bei den 50- bis 64-jährigen Gamern sind es hingegen rund 90 Minuten, die täglich mit dem Spielen verbracht werden.


Das klingt im ersten Moment viel, zum Vergleich muss aber bedacht werden, dass jeder Deutsche im Durchschnitt 220 Minuten pro Tag Fernsehen schaut. Und dabei handelt es sich um das Mittel der Gesamtbevölkerung inklusive jener Menschen, die gar keinen Fernseher besitzen, und nicht wie bei den Gamern um jene, die angaben, dass sie Computerspiele nutzen.

Abgesehen von den Nutzungszeiten würden die aktuellen Statistiken über den Markt vor allem eines verraten: Gamer ist nicht gleich Gamer. Die Spiele-Hersteller können also nicht mehr wie früher darauf hoffen, auf eine relativ einheitliche Käufergruppe zu stoßen, die vielleicht nur etwas andere Geschmäcker vereint.

"Der Gaming-Markt unterliegt stetigen Veränderungen, beispielsweise durch den Boom bei Spielen für Smartphone und Tablet Computer sowie den Trends zu Spielen in Sozialen Netzwerken oder dem Free-2-Play-Geschäftsmodell. Für Marktteilnehmer wird es zunehmend schwierig, einzelne Spielergruppen zu unterscheiden", sagte Axel Pols, Geschäftsführer von Bitkom Research, weshalb zunehmend versucht werde, tiefergehende Analysen anzufertigen.
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Ich glaube vor ein paar Jahren sähe diese Statistik noch anders aus. Da gabs ja nur die Hardcoregamer. Heute spielt jeder hunz und kunz und von den casual gamern zockt doch eh keiner länger wie 5min.
 
@Clawhammer: totaler Schwachsinn. früher wurde genau so viel gedaddelt wie heute. Manche Spiele wie WoW und CS gehen zwar zurück und sterben aus, aber neue gewinnen an teilweise starker Populartät (CS:GO, Source, Starcraft...etc).
 
@b0a1337: Es sind aber seitdem 2 Milliarden "Facebookgamer" dazugekommen. Die drücken die Statistik nach unten mit ihren 30-60 min AngryBirds oder Sims. Gamer bedeutet heute oft nicht mehr 'Hobbygamer' sondern auch Gelegenheitsspieler - deswegen kann man solche Statistiken vergessen (no seriously, vergessen kann man es sowieso, da: Bitkom^^).
 
[re:3] Mezo am 15.08.13 16:21 Uhr
(-2
@b0a1337: casual macht aber die spiele kaputt, siehe wow. ein besseres beispiel gibt es nicht, denn da konnte man den trend gut verfolgen.
 
@monte: Ich kenne Unmengen an Leuten, die Spiele wie Farmville spielen. Das hatte zu seiner Hochzeit 80 Mio. aktive Spieler und das waren alles keine Hardcore-Zocker. Trotzdem haben viele jeden Tag locker eine Stunde ihre Farm gepflegt.


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