Banken und Staaten sind Hauptziele von Angriffen

Hacker, Tastatur, Maus Bildquelle: Davide Restivo / Flickr
Die IT-Sicherheitslandschaft wurde im vergangenen Jahr von groß angelegten Angriffen auf die Finanzwirtschaft und Spionage gegen staatsnahe Einrichtungen beherrscht.
Zu dieser Einschätzung kommt eine Untersuchung durch den US-Telekommunikationskonzern Verizon. So bestätigt sich der Eindruck nicht, dass vor allem private Anwender über Identitätsdiebstahl oder andere Delikte vornehmlich im Visier der Kriminellen standen.

Den Spitzenplatz unter sämtlichen erfassten Datenverletzungen belegt die finanziell motivierte Cyberkriminalität mit 75 Prozent, teilte das Unternehmen mit. Auf Platz zwei folgen gegen staatsnahe Unternehmen gerichtete Spionageattacken, die 20 Prozent aller Attacken ausmachten. Zu diesen Angriffen zählen unter anderem Diebstahl von geistigem Eigentum wie etwa vertrauliche Informationen, Betriebsgeheimnissen und technischen Ressourcen zur Begünstigung nationaler und wirtschaftlicher Interessen.

Die Untersuchung kommt weiter zu dem Ergebnis, dass der Anteil an Vorfällen, an denen Hacktivisten - also politisch motivierte Taten - konstant geblieben ist. Allerdings hat die entwendete Datenmenge abgenommen, da sich zahlreiche Hacktivisten anderen Angriffsformen zugewendet haben, etwa den DDoS-Attacken. Ziel solcher Angriffe ist es, Systeme lahmzulegen oder ihren Dienst zu unterbrechen, da dies wegen der daraus resultierenden geschäftlichen Einbußen erhebliche Kosten verursacht.

Finanzinstitute waren im vergangenen Jahr zu 37 Prozent und damit am häufigsten von den Datenverletzungen betroffen, Einzelhändler und Restaurants machten immerhin 24 Prozent aus. Zwanzig Prozent der Einbrüche in Netzwerke betrafen das produzierende Gewerbe, Transport- und Versorgungsunternehmen. In gleichem Ausmaß waren Informationsanbieter und Dienstleistungsunternehmen Opfer. Von sämtlichen Cyberattacken waren 38 Prozent gegen größere Unternehmen in insgesamt 27 Ländern gerichtet.

Für Datenverletzungen sind außerdem überwiegend Angriffe von außen verantwortlich: 69 Prozent gehen auf das Konto von Außenstehenden. Zu dieser Kategorie zählen das organisierte Verbrechen, Aktivistengruppierungen, Einzelgänger und sogar von ausländischen Regierungen gesponserte Organisationen. Wie schon im Vorjahresbericht, sind Geschäftspartner zu etwa einem Prozent für Datenverletzungen verantwortlich. Hacker, Tastatur, Maus Hacker, Tastatur, Maus Davide Restivo / Flickr
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