RapidShare: Klage wegen drohender Datenlöschung

Die Ankündigung des Filehosters RapidShare, die Speicherkapazität der Nutzer-Accounts in wenigen Tagen stark einzuschränken, hat für das Unternehmen nun juristische Folgen.

Ein Anwender will mit einer einstweiligen Verfügung erst einmal verhindern, dass seine Daten wie angekündigt gelöscht werden. Weiterhin will er sich dagegen wehren, dass RapidShare die Zusage eines nicht limitierten Speicherplatzes, die ihm bei der Registrierung über die Allgemeinen Geschäftsbdingungen gegeben wurde, einfach entzogen wird. Immerhin habe er unter diesen Voraussetzungen seinen Account bereits bis zum Mai 2014 bezahlt, teile der User mit.

Der Anwender räumte durchaus ein, den Dienst in sehr hohem Maße als Online-Speicherplatz zu nutzen, was für das Unternehmen aus wirtschaftlicher Sicht eher nicht von Vorteil ist. Allerdings habe es in den Vertragsbedingungen eben keine konkreten Einschränkungen gegeben und auch keine Fair-Use-Policy, die Nutzer zu maßvollem Umgang mit dem Service aufforderte.

Der Kläger muss nun damit rechnen, einen guten Teil seiner Daten zu verlieren. Denn für ihre Sicherung gibt man den Anwendern lediglich bis zum 3. April Zeit. Danach sollen alle Daten, die das Limit übersteigen, gelöscht werden. Auf dem Account des Anwenders sind allerdings etwa 12 Terabyte an Informationen abgelegt. " Ich müsste ca. 11.750 GB in sechs Tagen herunterladen. Auch mit einem verhältnismäßig schnellen Internetanschluss ist mir dies nicht möglich, das kann faktisch kein Haushalt in Deutschland", erklärte der User.


Selbst wenn er bereit wäre, seinen Speicherplatz aufzustocken und dafür mehr zu bezahlen, als er es bisher getan hat, würde sich die Kapazität nur auf maximal 500 Gigabyte steigern lassen. An der Situation würde dies kaum etwas ändern.

Ein Versuch, das Problem telefonisch zu lösen, ist nach Darstellung des Klägers fehlgeschlagen. Bei seinem Anruf sei man ihm auch nicht gerade freundlich begegnet. "Ich solle, Zitat: 'keinen Aufstand machen', denn sonst würde man mich wegen illegalen Daten anzeigen", berichtete der Betroffene, der aber versichert, gar keine illegalen Daten auf seinem Account vorzuhalten.

Er sei durchaus bereit, wenn sich die Konditionen nach Ablauf der von ihm bezahlten Vertragslaufzeit ändern. "Mir ist auch klar, dass sich das vermutlich für die RapidShare nicht rechnet", erklärte er bezüglich seiner riesigen Datenmenge. Aber: "Wenn ich ein Angebot mache, dann ist es nicht an dem Käufer, zu überprüfen, ob die Firma dann auch etwas verdient."
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Recht hat er! Rapidshare sollte sich entsprechend kulant zeigen, dass wäre nur fair. Völlig richtig ist der Einspruch das hier ein Vertrag einseitig geändert wird und zwar zum Nachteil des Nutzers. Nach Vertragsende können beide Seiten natürlich machen was sie wollen aber vorher eben nicht.
 
@KnolleJupp: Kulant zeigen? Bei 12TB an Daten? Allein die Festplatten....ich verstehe nur nicht, wieso RS da überhaupt kein Limit drin hatte...da sind sie in gewisser Weise selbst schuld, trotzdem sind 12TB an Daten für EINEN User etwas sehr happig.
 
@Draco2007: Was ist daran happig? Da komm ich auch locker hin - ganz legal und gant allein.
 
@LastFrontier: Lokal, kein Thema, aber wir reden hier von einem Cloud-Speicher, da liegen die Kosten einfach mal um ein Vielfaches höher...also ich brauch kaum mehr als 10-20GB Cloudspeicher...mal davon ab, dass es mit asynchronem Netz auch extrem beschissen ist solche Datenmengen hochzuladen. (Bei meiner Leitung (100KB/s UP) würde das ganze 49 Monate dauern)
 
@Draco2007: Ich persönlich mache Lets Play Videos und sichere meine Originale auf Rapidshare, bin da auch schon auf 882 GB Es geht hier nicht um die 12TB, sondern das sie auf lächerlige 250 GB limitieren urplötzlich. Für 500 GB müsst ich die Accountlaufzeit halbieren. Du siehst man kommt auf die Datenmengen nicht nur per illegalem Zeug. Das zu unterstellen ist bisschen weit hergeholt.


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