Entlassungen: Rapidshare scheinbar vor dem Aus

Der (ehemalige) Filehoster Rapidshare wird laut Schweizer Medienberichten demnächst 45 seiner 60 Mitarbeiter entlassen. Das dürfte der letzte verzweifelte Schritt sein, um das wirtschaftlich angeschlagene Unternehmen zu retten.

Wie die Schweizer Nachrichtenseite 20 Minuten (via Gulli) berichtet, glaubt kaum noch ein Mitarbeiter von Rapidshare, dass der Untergang abgewendet werden kann. Rapidshare-CEO Kurt Sidler hat die Massenentlassungen mittlerweile bestätigt, das drohende Ende für den einstigen Filehoster bestreitet er jedoch.

Die wirtschaftlich angespannte Lage leugnete der aktuelle Rapidshare-Chef allerdings nicht. Sidler meint, dass die Lage derzeit so sei, dass man "Kosten senken und etliche Mitarbeiter" entlassen müsse, der Betrieb soll aber aufrechterhalten werden, zudem habe man "konkrete Pläne für die Zukunft".

Unter den Angestellten glaubt laut Insider-Quellen niemand mehr daran, dass sich Rapidshare aus dem Sumpf ziehen kann. Die Mitarbeiter fühlten sich zudem "verarscht", so ein Informant gegenüber 20 Minuten. Rapidshare soll erst im vergangenen Dezember das Versprechen abgegeben haben, dass die Arbeitsplätze auch im Jahr 2013 sicher sein würden.


Rapidshare wurde 2006 gegründet und stieg schnell zum größten und bekanntesten Filehoster im Internet auf. Groß wurde RS vor allem durch das Hosten von Warez und anderen urheberrechtlich nicht ganz einwandfreien Dateien, zumindest in den Augen der Unterhaltungsindustrie, die immer wieder gegen Rapidshare vorging. Trotz einiger gerichtlicher Siege, in denen festgestellt worden ist, dass nicht der Hoster für die Copyrightverstöße seiner User hafte, wurde es für Rapidshare immer schwerer.

Daraufhin begann man, die Grauzone der Piraterie immer mehr einzudämmen und den geneigten Nutzern das Leben auf der Plattform immer schwerer zu machen. Mit massiven Bandbreitenbeschränkungen und anderen Download-Schranken versuchte man die Warez-Nutzer zu vertreiben, was auch gelang. Seither spielt Rapidshare in der Szene keinerlei Rolle mehr, gleichzeitig schaffte es das Schweizer Unternehmen aber nicht, sich u. a. als sauberer Cloudspeicher-Anbieter ("RapidDrive") zu etablieren und nun scheint das für Szenekenner kaum überraschende Aus bevorzustehen.
Mehr zum Thema: Filesharing
Diese Nachricht empfehlen
Videos zum Thema
 
war auch eigentlich nur eine Frage der Zeit. Schade für die Mitarbeiter!
 
@Freedom: Das hamse nun davon! Die Musik kaufe ich weiterhin nicht aber lade sie auch nicht mehr herunter! Zumindest konnte ich durch den illegalen download Arbeitsplätze erhalten! Die ja nun weg fallen!
 
@SimpleAndEasy: Du bist mein persönlicher Held des Tages!
 
@SimpleAndEasy: Du tust ja so, als ob es nur scheiß Musik gibt. In den hintersten Ecken auf YouTube findet man immer Künstler, die es wert sind. Aber viele sind zu dumm und zu faul zu suchen.
 
@D0N: wenn man den content eh nicht kauft schädigt man auch niemanden durch piraterie. wenn man aber sonst auch nur eine einzige cd gekauft hätte, wenn man nicht eh alles illegal saugt, dann schädigt man die contentindustrie - und zur zweiten gruppe gehören wohl die meisten leecher. wenn man aber saugt und das was einem gefällt trotzdem kauft ist die verfolgung und behinderung durch die contentindustrie schlimmer als das was die piraten tun. DRM und kriminalisierung der user nur weil die contentindustrie die digitale revolution verpennt hat - wenn sich firmen wie napster durchgesetzt hätten und die industrie nicht raffgierig wär hätten wir eine andere welt - und jemand muss denen mal die urheberabgaben von zB CD-rohlingen streichen, wenn man eh keine kopien mehr ziehen darf ist das natürlich lange überfällig - in wirklichkeit sollten die zahlen mal neu bewertet werden und die contentindustrie soll die über jahre illegal erworbene kohl davon schön wieder abdrücken. verbrecherpack sind sowohl die piraten als auch die industrie, da braucht keiner mit dem finger auf den anderen zeigen.


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen

Schreiben Sie uns Ihre Meinung, bewerten Sie Kommentare oder diskutieren Sie mit anderen WinFuture.de Lesern!

Melden Sie sich jetzt kostenlos an
oder verwenden Sie Ihren bestehenden Zugang.

Wöchentlicher Newsletter

Jetzt als Amazon Blitzangebot

Ab 13:59Braun Oral-B TriZone Aufsteckbürsten, 4er-PackBraun Oral-B TriZone Aufsteckbürsten, 4er-Pack
Original Amazon-Preis
13,99
Blitzangebot-Preis
11,19
Ersparnis 20% oder 2,80
Jetzt Kaufen
Im WinFuture Preisvergleich

Literatur zum Thema

WinFuture Mobil

WinFuture.mbo QR-Code Auch Unterwegs bestens informiert!
Nachrichten und Kommentare auf
dem Smartphone lesen.

Folgt uns auf Twitter

WinFuture bei Twitter

Interessante Artikel & Testberichte

WinFuture wird gehostet von Artfiles