Linux-Umstieg: Hat sich München dabei verrechnet?

Betriebssystem, Linux, Open Source Bildquelle: wallpaperzzz.com
Der Computerhersteller HP hat einen genauen Blick auf die Kosten, welche durch den Wechsel der Stadtverwaltung München von Windows zu Linux entstanden sind, geworfen und die Ergebnisse nun veröffentlicht. Laut einem Bericht von 'Focus Online' stellte sich bei dieser Studie, welche von Microsoft in Auftrag gegeben wurde, heraus, dass deutlich höhere Kosten mit der Einführung von Linux verbunden waren als bisher angenommen. Der IT-Ausschuss von Bürgermeister Ude hat stets behauptet, dass man mit der Linux-Einführung zehn Millionen gespart habe. Zu einem ganz anderen Ergebnis ist jedoch HP gekommen.

Siehe auch: Limux: Mehr Geld & weniger Probleme in München

Im Zuge der Untersuchung wurden vom Computerhersteller auf der einen Seite Windows XP mit Office 2003 und Linux mit Ubuntu in Verbindung mit OpenOffice.org verglichen. Die Betriebskosten beziffert HP - wohlgemerkt ohne die Lizenzkosten - auf 17 Millionen Euro bei einer Dauer von zehn Jahren. Geht es um Linux, so ergeben sich angeblich mehr als 60 Millionen Euro. Berücksichtigt wurden dabei Faktoren wie die Migrationskosten, Unterstützung der Anwender und die Bereitstellung für die Nutzer.

Jan-Jürgen Eden ist verantwortlich für diese Studie von HP. In seinen Augen wurden von der Stadtverwaltung bei der aufgestellten Rechnung Äpfel mit Birnen verglichen. Zudem wurden seinen Angaben zufolge diverse wichtige Einflussfaktoren vollständig vernachlässigt. Angeblich wurden seit dem Start des Limux-Projekts - so der offizielle Name der angepassten Linux-Version - drei verschiedene Linux-Ausführungen eingesetzt. Die damit verbundenen Kosten wurden nicht berechnet.

Überdies betonte Eden, dass nach wie vor jeder vierte Rechner in der Stadtverwaltung von München noch immer mit einem Windows-Betriebssystem läuft. Dies habe ganz einfach damit zu tun, dass man nicht alle Fachverfahren unter Linux wie gewünscht abbilden könne.

Der Softwarekonzern aus Redmond wollte sich nicht offiziell zu diesem Thema äußern. Allerdings stellte man klar, dass man sich in Zukunft eine sachlichere Auseinandersetzung wünscht, wenn es um IT-Einsätze dieser Art geht.

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