Papst auch bald auf Twitter: Darf er anderen folgen?

Papst Benedikt XVI, Christen, Katholische Kirche Bildquelle: Catholic Church (England and Wales) / Flickr
Der Vatikan erwägt derzeit, die Botschaft des Papstes zukünftig auch über die Microblogging-Plattform Twitter zu verbreiten. Aktuell prüfe man die Einrichtung eines persönlichen Accounts für Papst Benedikt XVI.
Das teilte dessen Sprecher Federico Lombardi nun mit. Noch vor dem Jahreswechsel soll ein offizielles und verifiziertes Nutzerkonto eingerichtet werden, hieß es. Hier werden die Nutzer allerdings wohl kaum persönliche Nachrichten des katholischen Kirchenoberhauptes finden - und schon gar nicht mit diesem in direkten Kontakt treten könne, wie dies auf Twitter selbst mit hochrangigen Politikern inzwischen üblich ist.

Wie Lombardi mitteilte, sollen über den Account beispielsweise Äußerungen des Papstes während seiner wöchentlichen Audienzen, den Sonntagsgebeten und Botschaften zu hohen kirchlichen Feiertagen verbreitet werden. Auch kurzfristige Reaktionen zu aktuellen Ereignissen wie Naturkatastrophen werden hier zu finden sein, so der Vatikan-Sprecher. Als Account-Name wird voraussichtlich @BenedictusPPXVI dienen, was der offiziellen Amtsbezeichnung des Papstes in lateinischer Sprache entspricht.

Benedikt selbst hatte sich in der Vergangenheit mehrfach kritisch über die zunehmende Nutzung elektronischer Kommunikationsmedien geäußert. Bei aller Vorsicht, die man einer zu starken Abhängigkeit von virtuellen Plattformen und Bekanntschaften gegenüberbringen sollte, betonte er allerdings auch die großen Möglichkeiten, die gerade soziale Netzwerke für den Austausch unter verschiedenen Menschen mit sich bringen können.

So ist der Papst bereits seit einiger Zeit auf Facebook vertreten. Die Ansprachen werden außerdem auch als Podcasts verbreitet. Allerdings zeigt sich hier bisher auch nur die veraltete Umsetzung der Online-Kommunikation in eine Richtung. Gerade Twitter, dass sich immer stärker als Plattform etabliert, auf der unterschiedlichste Menschen auf Augenhöhe miteinander kommunizieren, dürfte dies noch deutlicher hervortreten lassen. Es bleibt außerdem die Frage, ob es der Status des Papst-Amtes überhaupt zulässt, anderen Menschen zu folgen.

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