Der Chiphersteller ARM hat bestätigt, dass man derzeit gemeinsam mit Microsoft eine 64-Bit-Architektur für Windows RT entwickelt. Bisher setzt die mobile Variante des neuen Microsoft-Betriebssystems auf 32-Bit-Architektur.
Gegenüber 'PC World' hat Ian Forsyth, Program Manager bei ARM, bestätigt, dass sein Unternehmen an einem 64-Bit-Prozessor für Windows RT arbeitet. Unterstützt werden die Chip-Designer dabei von Microsoft. Einen konkreten Termin für 64-Bit-Ausgabe wollte Forsyth allerdings nicht nennen.
Siehe auch: ARM Cortex-A50 - Smartphones gehen auf 64 Bit
Nandan Nayampally vom ARM-Marketing schrieb dazu außerdem in einem E-Mail-Statement: "ARM arbeitet mit allen Betriebssystem- und Ökosystem-Partnern zusammen, um sie über Technologien der nächsten Generation zu informieren und ihre Unterstützung sicherzustellen.”
Die Bestätigung der britischen Chipdesigner kommt im Zuge der diese Woche vorgestellten Cortex-A50-Architektur: ARM hat gerade ein neues Design für Smartphone- und Server-Prozessoren auf 64-Bit-Basis vorgestellt und auch konkret für 2014 zwei neue Prozessoren (Cortex-A53 und Cortex-A57) angekündigt.
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Derzeit werden bei Tablets mit Windows RT, allen voran beim Microsoft-Gerät Surface, 32-Bit-Prozessoren nach ARM-Design verbaut, Hersteller sind hier Nvidia (Tegra 3: Surface und Asus Vivo Tab RT) und Quallcomm (Snapdragon S4: Dell XPS 10 und Samsung P8510 Ativ Tab).
Eine 64-Bit-Architektur hat generell den Vorteil, dass man dadurch die Speichergrenze bzw. -beschränkung von 32-Bit-Prozessoren erweitern kann. Ein 32-Bit-System kann nur mit einer beschränkten RAM-Größe arbeiten, bei 64-Bit ist dieser Wert um ein Vielfaches höher. Kurz gesagt: 64-Bit-Rechner sind leistungsfähiger.
Für die Macher von Betriebssystemen und Software bedeutet eine 64-Bit-Architektur aber gleichzeitig einiges an Arbeit, da der bestehende Code nicht einfach wiederverwendet werden kann und neu geschrieben werden muss, gleiches gilt für die Portierung von x86/64-Bit-Anwendungen.

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