Schiffsanker kappt Unterseekabel vor Ostafrika

Zugang & Provider Die ohnehin noch recht kärgliche Internet-Versorgung in Ostafrika wird derzeit durch ein beschädigtes Unterseekabel weiter ausgebremst. Ein Schiffsanker hat die Leitung vor der Küste Kenias beschädigt, teilte der Betreiber The East African Marine Systems (Teams) mit.

Das fragliche Schiff wartete darauf, einen Liegeplatz im Hafen von Mombasa, einem der meistfrequentierten Häfen in Afrika, zu erhalten. Als es Anker warf, wurde das Glasfaserkabel getroffen, dass den wesentlichen Teil der Anbindung Ostafrikas an das Internet sicherstellt. Bis zu einer Reparatur können nun bis zu 14 Tage vergehen.

Bis zum Jahr 2009 war die Region komplett auf teure Satellitenverbindungen angewiesen, wenn es um Verbindungen ins hierzulande so selbstverständlich gewordene Internet ging. Seitdem wurde der Backbone erweitert. Inzwischen gibt es drei kabelgebundene Verbindungen zu den globalen Datenverbindungen.


Dem ist es zu verdanken, dass die Netzanbindung in der Region nicht vollständig zum erliegen kam. Inzwischen ist es den Providern, die ihren Datenverkehr über das fragliche Unterseekabel abwickeln, gelungen, auf eine Alternativ-Verbindung des Seacom-Konsortiums umzurouten. Dies gilt auch für eine Reihe von Mobilfunkbetreibern, die ihre internationalen Gespräche über die Infrastruktur lenkten.

Allerdings verfügen die Ausweichrouten, die die betroffenen Unternehmen bei Seacom gebucht haben, nur über eine vergleichsweise geringe Bandbreite. Dadurch kann es zu Engpässen kommen, die sich insbesondere in langsameren Verbindungen bemerkbar machen. Betroffen sind Nutzer in Kenia, Ruanda, Burundi, Tansania, Äthiopien und im Süd-Sudan. Im Durchschnitt liegt die verfügbare Bandbreite hier nun 20 Prozent unter dem Normalniveau, was im Einzelfall aber durchaus stärker spürbar sein kann.

Die Teams-Verbindung koppelt die Region an die Internet-Knoten in den Vereinigten Arabischen Emiraten an. Seacom betreibt hingegen Verbindungen nach Europa und Südafrika.
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Warum legt man ein Unterseekabel in die Nähe von einem Hafen?
 
@Perkin: Die Frage sollte eher lauten: Warum kann man es mit einem verdammten Anker treffen!? (sowas sollte man ja normaler Weise entsprechend tief im Boden versenken)
 
@Perkin: um Geld mit Reparaturen zu verdienen =:p
 
@bLu3t0oth: Ja, sie werden (normalerweise) etwas im Boden vergraben
 
@bLu3t0oth: Unterseekabel werden meines Wissens nach selten "vergraben", da es viel zu aufwändig wäre. Das Kabel wird auf den Meeresboden gelegt und fixiert, damit es an Ort und Stelle bleibt. das war es aber auch schon.


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