Börsen-Spekulanten erhalten eigenes Unterseekabel

Das Unternehmen Hibernia Atlantic plant den Bau eines neuen Unterseekabels, das Nordamerika und Europa miteinander verbinden soll. Bei dem Projekt geht es allerdings nicht darum, die Kapazität des Internet-Backbones auszubauen. Stattdessen sollen ausgewählte Nutzerkreise Zukünftig Verbindungen mit sehr geringen Latenzen erhalten.

Mit dem Bau der Verbindung wurde vor der Ostküste der USA bereits begonnen. Nach dem Abschluss der Arbeiten soll eine neue Kabelstrecke über eine Strecke von 6.021 Kilometern bereitstehen. Die bisher schnellste Verbindung wird von Global Crossing betrieben: Das AC-1-Kabel bietet eine Latenz von 65 Millisekunden. Bei Hibernian Express sollen es letztlich 6 Millisekunden weniger sein.

Die Anbindung über die Infrastruktur wird ihren Preis haben. Allerdings bietet sie der angepeilten Zielgruppe - Börsenmakler und Banken - einen gewaltigen Vorteil. Sie können dann deutlich schneller an Börsen in Übersee agieren. Immerhin können hier inzwischen Millisekunden über signifikante Gewinne und Verluste entscheiden.


Hintergrund dessen ist eine Verlagerung des Börsenhandels vom Parkett in leistungsfähige Computer-Systeme. Diese überwachen beständig das Verhalten des Marktes und treffen bei Kursschwankungen nach vordefinierten Parametern schnelle Kauf- und Verkaufsentscheidungen.

Schätzungen gehen davon aus, dass ein größerer Hedge Fund, der bei seinen Börsengeschäften stets eine Millisekunde schneller sein kann als die Konkurrenz, im Jahr bis zu 100 Millionen Dollar mehr Gewinn aus Spekulationsgeschäften einfahren kann.

Die Strecke für das neue Unterseekabel wurde in einer 18-monatigen Planungsphase festgelegt. Sie ist deutlich kürzer als die meisten bestehenden Verbindungen und verläuft in etwa entlang der kürzesten Flugrouten zwischen London und New York. Die Verbindung soll ab dem Jahr 2013 nutzbar sein.
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Na hoffentlich schneidet das dann mal einer durch... huehuehue
 
@matterno: Damit der Steuerzahler den wirtschaftlichen Schaden wieder ausgleichen darf? Sehr clever ... tzzz.
 
@topsi.kret: welcher wirtschaftliche Schaden? Dadurch dass man den Spekulanten die Grundlage nimmt, nimmt man das Risiko aus dem Spiel... Geld kann man eben nicht nur gewinnen, sondern damit man es gewinnen kann, muss es ein anderer verlieren - und umgekehrt... ich würde diesen Schwachsinn verbieten. Was wir von diesen windigen Geldgeschäften haben, merken wir doch weltwirtschaftlich...
 
Es gehört GENERELL verboten, Aktien weniger als 3 Monate zu halten. Dann könnten die ANALysten mal zeigen was sie drauf haben. Macht nur weiter so, dann kommt die nächste Krise bestimmt !!
 
@pubsfried: Das ist natürlich unrealistisch, aber grundlegend ist das viel Wahres dran. Sport-Livewetten verstehe ich ja noch, das ein Sportevent halt eine beschränkte Laufzeit hat (z. B. 90 Minuten). Aber die Börsenspiele haben mit der Realität nicht mehr viel zu tun. Das sollte wirklich beschränkt werden.


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