Apple: iPhone-Produktion in USA wäre zu unflexibel
Als sich US-Präsident Barack Obama vor fast einem Jahr mit verschiedenen Top-Managern der IT-Branche zum Abendessen traf, befragte er unter anderem den inzwischen verstorbenen Chef des Computer-Konzerns Apple dazu, warum dieser seine iPhones nicht in den USA produzieren lässt.
Dessen Antwort war wohl ein nahezu vernichtendes Urteil über die US-Industrie. Dies hat die US-Tageszeitung 'New York Times' nun von einem anderen Teilnehmer der Veranstaltung erfahren. Jobs machte demnach recht deutlich klar, dass es wohl keine Möglichkeit gibt, die Endfertigung in die USA zurückzuholen.
Dabei geht es nach den Ausführungen des damaligen Apple-Chefs entgegen der landläufigen Meinung aber nicht nur um die höheren Lohnkosten in den Industriestaaten. Auch die Größe der Auftragshersteller in Asien spiele eine nicht unwesentliche Rolle.
Hinzu komme, so hieß es, dass die Flexibilität, der Fleiß und die Fertigkeiten der Arbeitskräfte in Übersee deutlich über denen der US-Beschäftigten liegen würden. Was dies letztlich konret bedeutet, weiß die Zeitung unter Berufung auf einen ehemaligen Manager Apples zu berichten. Dabei geht es um eine kurzfristige Änderung der Produktionspläne für das iPhone.
Die Ingenieure bei Apple hatten in letzter Minute das Display des Smartphones überarbeitet - nur wenige Wochen, bevor das neue Modell in den Handel kommen sollte. Binnen einer halben Stunde war es dem zuständigen Auftragshersteller in Asien daraufhin gelungen, 8.000 Arbeiter in einen entsprechend umgestellten Produktionsprozess hineinzubringen. Nach nur 96 Stunden war man auf voller Kapazität angelangt und produzierte über 10.000 iPhones am Tag.
"Die Geschwindigkeit und die Flexibilität ist atemberaubend. Es gibt kein amerikanisches Werk, das so etwas schafft", so das Fazit des nicht namentlich genannten Ex-Managers. Ähnliche Erfahrungen dürften wohl auch die meisten anderen Technologie-Unternehmen gemacht haben.
Je nach Produktgruppe und Land spielen aber auf der Kostenseite auch noch gänzlich andere Faktoren eine Rolle als der Lohn. So sind bereits die zahlreichen Komponenten-Hersteller in Asien angesiedelt. Wollte man nun die Endmontage des fertigen Produkts beispielsweise in Europa durchführen, würde man für die zahlreichen importierten Einzelteile ein Vielfaches des Einfuhr-Zolls bezahlen, wie für das in Asien endmontierte Gerät. Die Kosten nehmen hier Dimensionen an, bei denen die Frage der Löhne keine wesentliche Rolle mehr spielt.
Wie groß das Problem für den Arbeitsmarkt in den Industriestaaten ist, zeigt sich erneut am Beispiel Apples. Das Unternehmen beschäftigt 43.000 Menschen in den USA, weitere 20.000 in vielen anderen Ländern. Mit der Fertigung der iPhones, iPads, Macs und all den anderen Produkten sind zusätzlich 700.000 Arbeiter bei den Auftragsherstellern beschäftigt.
Dabei geht es nach den Ausführungen des damaligen Apple-Chefs entgegen der landläufigen Meinung aber nicht nur um die höheren Lohnkosten in den Industriestaaten. Auch die Größe der Auftragshersteller in Asien spiele eine nicht unwesentliche Rolle.
Hinzu komme, so hieß es, dass die Flexibilität, der Fleiß und die Fertigkeiten der Arbeitskräfte in Übersee deutlich über denen der US-Beschäftigten liegen würden. Was dies letztlich konret bedeutet, weiß die Zeitung unter Berufung auf einen ehemaligen Manager Apples zu berichten. Dabei geht es um eine kurzfristige Änderung der Produktionspläne für das iPhone.
Die Ingenieure bei Apple hatten in letzter Minute das Display des Smartphones überarbeitet - nur wenige Wochen, bevor das neue Modell in den Handel kommen sollte. Binnen einer halben Stunde war es dem zuständigen Auftragshersteller in Asien daraufhin gelungen, 8.000 Arbeiter in einen entsprechend umgestellten Produktionsprozess hineinzubringen. Nach nur 96 Stunden war man auf voller Kapazität angelangt und produzierte über 10.000 iPhones am Tag.
"Die Geschwindigkeit und die Flexibilität ist atemberaubend. Es gibt kein amerikanisches Werk, das so etwas schafft", so das Fazit des nicht namentlich genannten Ex-Managers. Ähnliche Erfahrungen dürften wohl auch die meisten anderen Technologie-Unternehmen gemacht haben.
Je nach Produktgruppe und Land spielen aber auf der Kostenseite auch noch gänzlich andere Faktoren eine Rolle als der Lohn. So sind bereits die zahlreichen Komponenten-Hersteller in Asien angesiedelt. Wollte man nun die Endmontage des fertigen Produkts beispielsweise in Europa durchführen, würde man für die zahlreichen importierten Einzelteile ein Vielfaches des Einfuhr-Zolls bezahlen, wie für das in Asien endmontierte Gerät. Die Kosten nehmen hier Dimensionen an, bei denen die Frage der Löhne keine wesentliche Rolle mehr spielt.
Wie groß das Problem für den Arbeitsmarkt in den Industriestaaten ist, zeigt sich erneut am Beispiel Apples. Das Unternehmen beschäftigt 43.000 Menschen in den USA, weitere 20.000 in vielen anderen Ländern. Mit der Fertigung der iPhones, iPads, Macs und all den anderen Produkten sind zusätzlich 700.000 Arbeiter bei den Auftragsherstellern beschäftigt.
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