Staatstrojaner soll in Bayern eingesetzt worden sein
Die Herkunft der am Wochenende vom Chaos Computer Club (CCC) vorgestellten staatlichen Spionage-Software ist offenbar zu einem Stück weit aufgeklärt. Laut einem Bericht der Tageszeitung 'Frankfurter Rundschau' könnte der Trojaner von der hessischen Firma DigiTask stammen.
Das Unternehmen bietet nach eigenen Angaben "Datenerhebungs- und Bewertungssysteme im Bereich der Telekommunikation" an und arbeitet im Auftrag von "Firmen und Sicherheitsbehörden aus dem In- und Ausland". Laut Dokumenten aus dem bayerischen Justizministerium, die der Zeitung vorliegen, hatte DigiTask die Leistungsbeschreibung einer Software abgeben, die dem jetzt analysierten Trojaner entspricht.
Diese sei unter andrem das Thema einer Konversation zwischen dem Ministerium, dem Oberlandesgerichtspräsidenten und einigen Generalstaatsanwälten gewesen, hieß es. Die Beschreibung umfasste dabei bereits eine Reihe von Funktionen zur Echtzeit-Überwachung, die nach einer Einschätzung des CCC klar gegen die Vorgaben des Bundesverfassungsgerichtes verstoßen.
Auch die nachträgliche Erweiterung über nachzuladende Module ist in der Leistungsbeschreibung zu finden, hieß es. Updates könnten demnach "unbemerkt über den normalen Datenstrom" an den Trojaner geschickt werden. "Mobile Auswertstationen" sollen es Ermittlern ermöglichen, live die gesamte Kommunikation über Schrift, Sprache und Video mitzuverfolgen.
DigiTask empfielt außerdem, die Kommunikation mit der Spionage-Software über einen Proxy-Server im Ausland zu führen. Das soll helfen, die IP-Adressen der deutschen Behörden zu verschleiern. Tatsächlich verbindet sich die vom CCC erforschte Software mit einem Server in den USA.
Wie aus dem Bericht weiter hervorgeht, soll der Trojaner von den Behörden in Bayern bereits mehrfach eingesetzt worden sein. Damit hätten diese die vom Bundesverfassungsgericht gesetzten Schranken verletzt - und auch noch gut dafür bezahlt: DigiTask bezifferte die einmaligen Installationskosten auf 2.500 Euro sowie die Betriebsgebühr auf 3.500 Euro monatlich - pro Überwachungsmaßnahme wohlgemerkt.
Diese sei unter andrem das Thema einer Konversation zwischen dem Ministerium, dem Oberlandesgerichtspräsidenten und einigen Generalstaatsanwälten gewesen, hieß es. Die Beschreibung umfasste dabei bereits eine Reihe von Funktionen zur Echtzeit-Überwachung, die nach einer Einschätzung des CCC klar gegen die Vorgaben des Bundesverfassungsgerichtes verstoßen.
Auch die nachträgliche Erweiterung über nachzuladende Module ist in der Leistungsbeschreibung zu finden, hieß es. Updates könnten demnach "unbemerkt über den normalen Datenstrom" an den Trojaner geschickt werden. "Mobile Auswertstationen" sollen es Ermittlern ermöglichen, live die gesamte Kommunikation über Schrift, Sprache und Video mitzuverfolgen.
DigiTask empfielt außerdem, die Kommunikation mit der Spionage-Software über einen Proxy-Server im Ausland zu führen. Das soll helfen, die IP-Adressen der deutschen Behörden zu verschleiern. Tatsächlich verbindet sich die vom CCC erforschte Software mit einem Server in den USA.
Wie aus dem Bericht weiter hervorgeht, soll der Trojaner von den Behörden in Bayern bereits mehrfach eingesetzt worden sein. Damit hätten diese die vom Bundesverfassungsgericht gesetzten Schranken verletzt - und auch noch gut dafür bezahlt: DigiTask bezifferte die einmaligen Installationskosten auf 2.500 Euro sowie die Betriebsgebühr auf 3.500 Euro monatlich - pro Überwachungsmaßnahme wohlgemerkt.
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