"Social Media macht Undercover-Einsatz unmöglich"
Für die Strafverfolgungsbehörden könnte es zukünftig unmöglich sein, mit Undercover-Einsätzen gegen die organisierte Kriminalität zu ermitteln. Der Grund dafür liegt in der massiv gewachsenen Nutzung von Social Networks und den darin eingesetzten Technologien zur Analyse von sozialen Strukturen und der Erkennung von Gesichtern.
Diese Ansicht vertritt Mick Keelty, ein früherer Beamter der australischen Bundespolizei AFP, der heute in der Forschung arbeitet, laut einem Bericht des Magazins 'TechWorld'. Dieser hat die Auswirkungen von Social Networks auf die Polizeiarbeit und die Auswirkungen auf die Sicherheit der Ermittler untersucht.
Er kam zu dem Schluss, dass es schon heute schwer genug ist, die wahre Identität eines Ermittlers zu verschleiern. Passende Kandidaten sind kaum noch zu finden, denn die Gefahr, dass Social Network-Accounts zur Enttarnung führen, ist inzwischen schon sehr hoch.
Immerhin geht es bei den fraglichen Operationen in der Regel nicht darum, dass Ermittler sich mal für einen Abend in einem Club als andere Person ausgeben. "Man kann nicht einfach so einen Ermittler in eine kriminelle Gruppe hineinstecken. Es dauert bis zu sieben Jahre, bis sie in einer Position sind, von der aus sie wirklich verwertbare Informationen liefern können", erklärte Keelty.
In solchen Zeiträumen kann es schon zu zufälligen Entdeckungen kommen, indem ein Ermittlungsziel im Internet darüber stolpert, dass der jeweilige Beamte in einem Zusammenhang auftaucht, der nicht zu seiner Tarnidentität passt. Social Networks verschärfen dieses Risiko sogar noch.
90 Prozent der Polizistinnen und 81 Prozent ihrer männlichen Kollegen haben heute in Australien bereits Accounts bei Social Media-Diensten, die meisten davon bei Facebook. Quasi alle Befragten, die jünger jünger als 26 Jahre alt sind, haben auch schon Fotos von sich hochgeladen.
"Daraus ergibt sich unserer Ansicht nach, dass alle 16-Jährigen, die später einmal Polizisten werden, sich bereits enttarnt haben", führte Keelty aus. Es sei dann auch zu spät, die Bilder wieder entfernen zu wollen. Man müsse davon ausgehen, dass alles hochgeladene Material irgendwo im Netz bleibt.
Doch selbst wenn man noch junge Polizeianwärter findet, die noch nie ein Foto von sich ins Netz gestellt haben, ist es immer noch quasi sicher, dass sie zumindest auf Fotos von Familienmitgliedern, Freunden oder Bekannten auftauchen.
Selbst ein verändertes Aussehen nach zehn Jahren Facebook-Abstinenz bringt dann keine Hilfe mehr. Denn die Gesichtserkennungssysteme arbeiten mit biometrischen Merkmalen, die sich im Laufe der Zeit kaum verändern. So besteht jederzeit das Risiko, dass ein Beamter im Undercover-Einsatz inklusive seines eigentlichen sozialen Umfeldes plötzlich für Kriminelle erkennbar ist.
Er kam zu dem Schluss, dass es schon heute schwer genug ist, die wahre Identität eines Ermittlers zu verschleiern. Passende Kandidaten sind kaum noch zu finden, denn die Gefahr, dass Social Network-Accounts zur Enttarnung führen, ist inzwischen schon sehr hoch.
Immerhin geht es bei den fraglichen Operationen in der Regel nicht darum, dass Ermittler sich mal für einen Abend in einem Club als andere Person ausgeben. "Man kann nicht einfach so einen Ermittler in eine kriminelle Gruppe hineinstecken. Es dauert bis zu sieben Jahre, bis sie in einer Position sind, von der aus sie wirklich verwertbare Informationen liefern können", erklärte Keelty.
In solchen Zeiträumen kann es schon zu zufälligen Entdeckungen kommen, indem ein Ermittlungsziel im Internet darüber stolpert, dass der jeweilige Beamte in einem Zusammenhang auftaucht, der nicht zu seiner Tarnidentität passt. Social Networks verschärfen dieses Risiko sogar noch.
90 Prozent der Polizistinnen und 81 Prozent ihrer männlichen Kollegen haben heute in Australien bereits Accounts bei Social Media-Diensten, die meisten davon bei Facebook. Quasi alle Befragten, die jünger jünger als 26 Jahre alt sind, haben auch schon Fotos von sich hochgeladen.
"Daraus ergibt sich unserer Ansicht nach, dass alle 16-Jährigen, die später einmal Polizisten werden, sich bereits enttarnt haben", führte Keelty aus. Es sei dann auch zu spät, die Bilder wieder entfernen zu wollen. Man müsse davon ausgehen, dass alles hochgeladene Material irgendwo im Netz bleibt.
Doch selbst wenn man noch junge Polizeianwärter findet, die noch nie ein Foto von sich ins Netz gestellt haben, ist es immer noch quasi sicher, dass sie zumindest auf Fotos von Familienmitgliedern, Freunden oder Bekannten auftauchen.
Selbst ein verändertes Aussehen nach zehn Jahren Facebook-Abstinenz bringt dann keine Hilfe mehr. Denn die Gesichtserkennungssysteme arbeiten mit biometrischen Merkmalen, die sich im Laufe der Zeit kaum verändern. So besteht jederzeit das Risiko, dass ein Beamter im Undercover-Einsatz inklusive seines eigentlichen sozialen Umfeldes plötzlich für Kriminelle erkennbar ist.
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