Netzbetreiber in Sachen IT-Sicherheit teils zögerlich

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Die Telekommunikationsunternehmen rüsten sich gegen die wachsenden Risiken durch Cyber-Kriminalität. Die meisten Firmen haben inzwischen in ihren Budget-Planungen bis zum Jahr 2013 Investitionen in IT- und Datensicherheit vorgesehen. Allerdings gibt es in einigen Bereichen auch noch zu viel Zurückhaltung. Das teilte das Beratungsunternehmen Steria Mummert Consulting mit.
Zudem stünden die Anbieter vor der Herausforderung, Sicherheitskonzepte für mobile Netze und deren Infrastruktur zu entwickeln. Vor allem die Vielfalt der Anbieter macht diese Investitionen notwendig, da kein Unternehmen über die Hoheit der gesamten Infrastruktur verfügt und für dessen Sicherheit garantiert.

"Durch das Zusammenspiel von Netzanbietern, Endgeräteherstellern und Softwareentwicklern entstehen zusätzliche Anforderungen für den Schutz von Gesprächen, gespeicherten Daten sowie des Endgerätes selbst", sagte Peter Hascher, Branchenexperte für Telekommunikation bei Steria Mummert Consulting. "Außerdem ist IT-Sicherheit der Schlüssel für die von mehr als 85 Prozent der Unternehmen geplante Expansion in andere Branchen."

Projekte bei Infrastruktur und Vernetzung gelten dabei als besonders attraktiv. 43 Prozent der Unternehmen wollen sich bis 2013 in diesem Geschäftsfeld engagieren. Energiebezogene Dienstleistungen sind für 35 Prozent der Telekommunikationsunternehmen von Interesse. Zudem wollen 27 Prozent der Anbieter Telekommunikationsleistungen bei Telematik-Diensten einbringen.

"Allein die Datenverarbeitung für komplexe Installationen, wie Verkehrssteuerung oder intelligente Stromnetze erfordert eine höchst leistungsfähige und sichere Infrastruktur", so Hascher. Nur jedes zweite Unternehmen habe hier aber den Handlungsbedarf erkannt und plant, in den kommenden drei Jahren zumindest die eigenen Rechenzentren zu modernisieren.

Speziell im Mobilfunk gewinnt das Thema IT-Sicherheit durch technologische Fortschritte beim Datentransfer an Bedeutung. "Moderne Breitbandnetze, wie LTE oder UMTS, ermöglichen sehr hohe Geschwindigkeiten bei der Übertragung", so Hascher. "Damit steigt parallel zur Nutzung mobiler Internetfunktionen das Potenzial für Schadprogramme, die bislang vor allem aus der stationären Internetnutzung mit klassischen Computern bekannt sind. Allein im vergangenen Jahr tauchten Handyschädlinge in mehr als 500 Varianten auf."

Neben den neu hinzukommenden Funktionen bestehen aber auch andere Probleme, die eigentlich angegangen werden müssten. So werden Telefonate im Mobilfunk weiterhin zum größten Teil über GSM abgewickelt. Da es sich hierbei um einen recht alten Standard handelt, sind Schwächen enthalten, die bei seiner Einführung noch keine größeres Problem darstellten, inzwischen aber das Abhören von Gesprächen ermöglichen. Hier wäre es nötig, eine Verschlüsselung nachzurüsten, womit die Netzbetreiber aber noch immer zögern. Internet, IT, Erde Internet, IT, Erde Flickr
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