MySQL nach Oracle-Übernahme besser als je zuvor
Das freie Datenbank-System hat von den umfangreichen Erfahrungen, die bei Oracle in dem Bereich bestehen, profitiert. Wie der frühere MySQL-Chef Marten Mickos gegenüber der 'NetworkWorld' ausführte, sei die Code-Basis der Software in einem fantastischen Zustand.
Oracle möge nicht besonders gut mit Open Source-Communities umgehen können. Wenn es aber um das Produkt an sich gehe, habe er angesichts der technischen Expertise des Unternehmens keinerlei Sorgen. Die Version 5.5 von MySQL sei "vielleicht die beste MySQL-Version überhaupt" und auch die kommende Variante 5.6 sehe bereits sehr vielversprechend aus, so Mickos.
Er lobte die Oracle-Entwickler vor allem dafür, dass die letzten Fassungen sehr gut und umfassend getestet wurden und kaum noch Fehler enthielten. Allerdings bewege sich MySQL dabei spürbar von der Community weg und werde stärker wie herkömmliche Oracle-Produkte behandelt. Mickos geht davon aus, dass die Unterstützer des Projekts darauf früher oder später ungehalten reagieren werden.
MySQL war ursprünglich eigenständig. Im Jahr 2008 kaufte Sun Microsystems die Firma, unter deren Dach die Datenbank entwickelt wurde. Mickos blieb zu diesem Zeitpunkt noch dabei. Kurz vor der Bekanntgabe der Übernahme Suns durch Oracle verließ er den Konzern allerdings. Heute leitet er das Unternehmen Eucalyptus, einen Anbieter von Cloud-Diensten.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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